URW Waldviertel: Jetzt geht es um die Weiße Weste

Ein Sieg gegen Hartberg noch, dann beenden die Waldviertler den Grunddurchgang ohne Niederlage.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 02:56
Lesezeit: 2 Min
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Den Grunddurchgang haben die Nordmänner schon sicher gewonnen, jetzt wollen sie ungeschlagen bleiben. Am 8. Dezember steigen die letzten Partien, dann treffen die Waldviertler mit Amstetten und Ried, die ebenfalls schon den Aufstieg fixiert haben, in der Toprunde auf Titelverteidiger Graz und Aich/Dob. „Die Gegner werden immer schwerer!“, ist sich URW-Manager Werner Hahn bewusst.
Foto: Franz Atteneder

Die Waldviertler Volleyballer springen derzeit von Meilenstein zu Meilenstein. Nachdem bereits vor einigen Wochen der Einzug in die Toprunde der Austrian Volley League fixiert wurde, ist seit dem Heimsieg gegen Hartberg vorigen Mittwoch fix, dass die Nordmänner den Grunddurchgang auf Platz eins abschließen werden. „Und jetzt wollen wir noch ungeschlagen bleiben“, bringt es URW-Manager Werner Hahn auf den Punkt.

Da die beiden Derbys gegen Amstetten aus Zeitgründen nicht mehr nachgetragen werden können (der Grunddurchgang muss bis 10. Dezember abgeschlossen sein, bis dahin hat URW keinen freien Termin mehr), braucht die Truppe von Zdenek Smejkal nur noch am Mittwoch einen Sieg in Hartberg. Gegen den Vorletzten wird das für den Liga-Dominator eigentlich zu einem Pflichtakt. Hahn kennt aber die Tücken der Steirer: „Die Halle hat eine Sondergenehmigung, ist klein, hat schwierige Lichtverhältnisse. Darauf müssen wir uns einstellen.“ Trotz aller Vorsicht wäre es eine Riesen-Überraschung, würden die Waldviertler ausgerechnet in Hartberg die einzige AVL-Niederlage einstecken müssen.

„Wir haben einen Mega-Grunddurchgang gespielt. Wenn wir wirklich ungeschlagen bleiben, wäre das aber die Draufgabe“, sagt Hahn. „Was dann mit den Amstetten-Partien passiert, werden wir sehen. An sich hat mir der Verband zugesagt, dass diese im Fall zu unseren Gunsten strafverifiziert werden.“ So oder so würde URW Erster bleiben.

„Toll, was der Verein auf die Beine stellen kann“

Das umso beachtlicher, als die Nordmänner auch in der MEVZA-Liga antreten, in der gleichen Zeit doppelt soviele Spiele absolviert haben wie die AVL-Gegner. „Normalerweise hast du irgendwann mal einen Ausfaller… Wir sind momentan so gut aufgestellt, arbeiten sehr viel mit der Frische der Spieler, rotieren viel, gewinnen dadurch vielleicht einmal einen Satz 25:20 statt 25:10, aber wir gewinnen“, betont Hahn. „Da steckt ein sehr großer Aufwand nicht nur für die Spieler dahinter. Es ist toll, dass der Verein das auch auf die Beine stellen kann. Heuer können wir erstmals mit einer Fitness-Trainerin (Jenny Wendt; Anm.) arbeiten. Das bringt uns immens nach vorne. Auch dass der ‚Guru‘ Franz Ziegler wieder dabei sein kann, hilft der Mannschaft sehr weiter.“

Der höhere Aufwand zieht sich durch alle Bereiche bei der Union Volleyball Waldviertel. Mehr Spiele, bedeuten mehr Heimspiele und damit auch mehr Einsätze für die vielen ehrenamtlichen Helfer. Durch die Corona-Sicherheitsvorkehrungen (Registrierung, 3G/2G-Kontrolle) wurde der Aufwand noch größer. „Früher hatten wir bei der Eintrittskassa zwei Leute, jetzt acht“, schildert Hahn. „Das zieht sich aber durch alle Bereiche. Und das sind alles ehrenamtliche Helfer. Man muss ihnen ein Riesen-Kompliment aussprechen.“