URW Waldviertel: Sagenhafte Serie der Nordmänner

Waldviertel startete mit neun Siegen in drei Wochen in die neue Saison – Pensum und Leistung sind einzigartig.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 02:59
Austrian Volley League - URW Waldviertel: Sagenhafte Serie der Nordmänner
Die Waldviertler Volleyballer um Pavel Bartos, Sam Taylor Parks, Daan Streutker, Martin Weber, Raphael Trauth und Audrius Knasas (von links) kommen derzeit aus dem Jubeln nicht heraus.
Foto: Franz Atteneder

Das Pensum der Union Volleyball Raiffeisen Waldviertel seit dem Saisonstart ist gewaltig. Drei Profi-Spiele pro Woche, dazu zahlreiche Nachwuchspartien und Spiele von Schwesternklub SPU Zwettl, dazwischen Trainings. „Und dann lässt sich noch jemand das ‚Josh.‘-Konzert in der Stadthalle einfallen“, lacht URW-Manager Werner Hahn am Montagabend, gerade mitten in den Aufbauarbeiten für das von URW und Werbeprofi veranstaltete Konzert am Dienstag nach Redaktionsschluss. Am Mittwoch gibt‘s in Zwettl dann aber schon wieder Volleyball.

„Hut ab vor dem gesamten Staff. Diese Schlagzahl ist gewaltig!“, betont Hahn. Sich für etwas einzusetzen fällt leichter, wenn es sich lohnt. Nicht nur fahren die jungen Nordmänner Erfolg um Erfolg ein, sondern auch die Profis haben einen Saisonstart par excellence hingelegt. In den bisherigen neun Saisonspielen aus Austrian Volley League, MEVZA-Liga und Cup gab es ebensoviele Siege.

Neuer Meilenstein

Der Tripleheader zum Heimauftakt vorige Woche wurde zum Triumphzug – Siege über Graz (MEVZA), Hartberg und Ried (beide AVL) standen zu Buche. „Drei Heimspiele in so kurzer Zeit und dann alle gewonnen. Das hat es noch nicht gegeben. Ein neuer Meilenstein“, hält Hahn fest.

Nach Erklärungen für den Erfolgslauf sucht er selbst. „Wenn‘s rennt, dann rennt‘s“, bedient er sich im Phrasenbuch, geht dann aber in medias res. „Es zeigt sich einmal mehr, dass sich die kontinuierliche Arbeit am und um den Kader auszahlt. Wir haben ein wirklich gutes Setup, haben bei den Trainern und den Physios noch einmal nachgebessert, haben die Mannschaft verjüngt. Das kommt uns jetzt alles zugute.“

Top-Form kommt erst

Die Neuzugänge sind bereits mit dem Team verschmolzen, wurden augenscheinlich gut aufgenommen. „Was auch klar ist: Je jünger eine Mannschaft ist, desto leichter regeneriert sie, steckt diese intensive Phase gerade leichter weg“, fügt Hahn an und betont: „Wir haben gerade erst das Kraftaufbautraining abgeschlossen, sind jetzt bei Schnellkraft. Die Mannschaft entwickelt sich noch laufend weiter. Ziel ist wie immer, bei den Play-offs im Jänner in Top-Form zu sein.“

Gut läuft‘s auch jetzt schon. Der Saisonstart mit neun Siegen ist wohl einzigartig. Hätte diese Serie auch über diese Woche hinaus Bestand, könnte man das schon als sensationell beschreiben. In den drei Partien geht es gegen Kaliber. Am Mittwoch will ACH Volley Ljubljana die Waldviertler in der MEVZA-Liga schlagen.

Aich/Dob im Doppel

Am Wochenende müssen die Nordmänner dann zweimal gegen den entthronten österreichischen Meister Aich/Dob ran. Samstags in der MEVZA-Liga in Bleiburg, sonntags daheim im Zwettl im Cup-Viertelfinale. Dazwischen liegen 1.200 Kilometer Strecke. „Das bedeutet schlafen im Bus, essen im Bus. Eine gewaltige Herausforderung“, weiß Hahn.

Zumindest im Cup will sich Waldviertel für das vorjährige Aus im Viertelfinale bei den Kärntnern revanchieren. Generell werden diese drei Partien nach Graz die ersten richtigen Prüfsteine in dieser Saison. „Starke Gegner“, gibt Hahn zu bedenken. „Aber möglich ist immer etwas.“