Waldviertler gaben bei Staatsmeisterschaft Ton an. Zwölf Waldviertler standen bei der Staatsmeisterschaft im Autocross in Lohn am Stockerl.

Von Mathias Schuster und NÖN Redaktion. Erstellt am 11. September 2019 (04:23)
Peter Holzmann
Erfolgreiche Lohner: Michael und Dominik Fröschl, Jürgen Mayerhofer (hinten), Daniel Hackl, Lukas Kienmeier und Jakob Grün.

Die fünfte Station der österreichischen Meisterschaft im Autocross und Quad führte 65 Motorsportler aus ganz Österreich ins Waldviertel nach Lohn.

„Wir haben sehr viel Glück mit dem Wetter gehabt. Rundherum hat es geschüttet und gehagelt, bei uns hat es gerade einmal eine Stunde geregnet. Das ist nicht selbstverständlich“, war MSV Lohn-Obmann und Veranstalter Emanuel Fröschl erleichtert. Insgesamt durfte er sich am gesamten Rennwochenende wieder über mehr als 1.000 Zuschauer freuen. „Es war eine sehr gute Veranstaltung.“ Auch schwere Unfälle blieben aus, freut sich der Organisator. Ein Überschlag mit glimpflichem Ausgang sorgte für die meiste Aufregung. „Es ist nichts passiert, der Fahrer war beim nächsten Rennen schon wieder am Start.“

Zwei Lohner holten Heimsiege für MSV

Auch aus sportlicher Sicht war es ein Wochenende ganz nach Fröschls Geschmack. Seine Vereinskollegen räumten bei den Rennen ordentlich ab. „Jeder Lohner war am Stockerl, zwei haben es sogar ganz nach oben geschafft“, jubelt der Obmann. Und das, obwohl die Vereinsmitglieder beim Aufbau natürlich auch selbst Hand anlegten. „Da haben unsere Fahrer einige Nachtschichten eingelegt.“

Viel Staub wirbelte sein Cousin Dominik Fröschl (MSV Lohn) auf, der mit seinem Kawasaki Buggy (1400 ccm) allen davonfuhr und bis auf eineinhalb Punkte an den Gesamtführenden Lohner Jürgen Mayerhofer heranrückte. „Zwei Lohner werden sich das ausmachen“, freute sich Emanuel Fröschl. „Dominik hat in Italien viel Pech gehabt, ist für mich Favorit.“ Sein Bruder Michael holte den Tagessieg und baute seine Führung in der Klasse Buggies 1601 bis 4000 ccm aus. In der Klasse Tourenwagen 1601 bis 2000 ccm nahm Michael Göschl (UMSC Arbesbach) als Tageszweiter im Finale seinem Kontrahenten Jürgen Anthofer sechs Punkte ab und kletterte auch in der Gesamtwertung auf Platz zwei.

Auch der MSV Großweißenbach war am Sonntag überaus erfolgreich. Alexander Heider holte etwas überraschend den Tagessieg bei den Tourenwagen 2001 bis 4000 ccm vor Arbesbachs Armin Zeininger, der damit den zweiten Platz hinter dem Gesamtführenden Walter Marcher in seinem legendären Porsche 911 einzementierte.

Den zweiten Tagessieg sicherte sich der überlegenen Leader bei den Allrad-Tourenwagen bis 4000 ccm, Bernhard Fürnsinn, vor Friedersbachs Christian Hahn. Bei den Allrad-Buggies bis 1600 ccm räumte Sieger Peter Müllner 30 Punkte ab und schob sich in der Gesamtwertung aufs Stockerl. „Der Showdown war der letzte Lauf, die Allrad-Buggies bis 4000 ccm, mit dem Sieger Klaus Trondl. Ein tolles Rennen“, schwärmte der Obmann. Lohns Jakob Grün holte den nächsten Stockerlplatz, wurde Zweiter.