Waldviertel schon jetzt mit Rücken zur Wand. Nach zwei Spielen in der Finalserie steht es 2:0 für Aich/Dob. Waldviertel will auswärts noch einmal überraschen.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 17. April 2019 (00:12)
In der Zwettler Stadthalle, vor rekordverdächtigen 785 Zuschauern lief es für die Waldviertler im zweiten Finalspiel gegen Aich/Dob deutlich besser.Friedrich Schiller
Friedrich Schiller

AICH/DOB - WALDVIERTEL 3:1. Die nervöse Anfangsphase der Gäste brachte Aich/Dob den ersten kleinen Vorsprung. Zwar kamen die Waldviertler, wie danach noch oft, heran, die Truppe von Trainer Zdenek Smejkal machte sich mit einer Vielzahl an schlechten Service-Annahmen und Unkonzentriertheiten aber das Leben schwer. Zwei lange Ballwechsel beim Stand von 23:20 entschieden den ersten Satz zugunsten der Kärntner.

Das mächtige Service der Kärntner zu entschärfen, wie Manager Werner Hahn vor der Partie verlangte, funktionierte kaum. Das setzte sich auch im zweiten Abschnitt fort. Aich/Dob spielte einen beruhigenden Vorsprung heraus und trug diesen bis zum 17:12. Ein guter Block von Dawid Siwczyk läutete die nächste Aufholjagd der Gäste ein, nach einem starken Service von Rudinei Boff stand es 18:16. Als es im nächsten Ballwechsel nach einer Wende roch, spielte Lars Bornemann zu überhastet auf den gegnerischen Libero und schlug dann ins Out. Die Hausherren legten vor und erhöhten auf 2:0.

Wie es gehen kann, zeigten die Nordmänner im dritten Satz. Nach einem Blockpunkt stand es zu Beginn 4:1 für die Gäste, und plötzlich stand Aich/Dob unter Druck. Im Gegenzug stellten die Waldviertler erstmals die vielen Fehler ab. Ein starker Auftritt von Lukasz Szarek sicherte Satz Nummer drei.

Im vierten Abschnitt lief man wieder hinterher, Landfahrer verwertete den vierten Matchball.

WALDVIERTEL - AICH/DOB 1:3. Nachdem die Kärntner im knappen ersten Satz in Führung gingen (23:25), glichen die Gastgeber im zweiten Abschnitt aus (25:21), ehe die Partie im dritten Satz so richtig an Fahrt aufnahm. Da hielten die Waldviertler den Abschnitt bis zum 10:10 offen, als Aich/Dobs Federico Jorge Franetovich auftrumpfte und viele wichtige Punkte für die Kärntner holte. Nach zwei Blocks zogen die Gäste davon und drehten das Spiel.

Im vierten Durchgang legten die Kärntner wieder vor, gaben ab dem 5:5 aber die Kontrolle ab. Zwei gute Blocks der Waldviertler sorgten für die 9:6-Führung, zwei vermeidbare Fehler bedeuteten den Ausgleich (11:11). Bis zum Schluss ging es weiter hin und her, ehe Christopher Hahn die Nordmänner mit einem gefinkelten Service erneut in Front brachte (21:20). Ausgerechnet in der entscheidenden Phase passierten zwei bittere Fehler, und beim Stand von 22:23 gab es nach einer Schiri-Entscheidung Matchball. Mit einem Schlag ins Out war die zweite Niederlage besiegelt.