AVL-Play-off: Entscheidung fällt in Zwettl. Die Waldviertler kehrten mit einem 3:0-Sieg am Mittwoch in Ried auf die Siegerstraße zurück. Damit bleibt in der Oberen Setzrunde bis zum Samstag alles offen. Da gastiert Titelverteidiger Aich/Dob in der Zwettler Stadthalle.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 13. Februar 2020 (15:20)
Friedrich Schiller

Nach zwei Niederlagen gegen Graz meldete sich Waldviertel mit einem glatten 3:0-Erfolg startete Waldviertel am Mittwoch gegen Ried zurück auf der Siegerstraße. Gerade rechtzeitig für die finale Phase der Oberen Setzrunde der Austrian Volley League. Das Überraschungsteam aus Oberösterreich hat sich generell zu einer starken Mannschaft entwickelt, war im Play-off allerdings chancenlos.

Dennoch schwörte URW-Trainer Zdenek Smejkal sein Team auf ein schwieriges Spiel ein - die Innviertler waren bereits fix Vierter, hatten nichts mehr zu verlieren. Schon der erste Satz zeigte, dass der Trainerfuchs recht hatte. Ried gestaltete das Spiel in der eigenen Halle sehr offen. Schlussendlich setzte sich die Routine der Nordmänner trotzdem durch (25:23).

Kurzer Prozess im dritten Satz

Auch im zweiten Satz ging es in diesem Tempo weiter. Die Oberösterreicher präsentierten sich sehr kompakt und druckvoll und ließen den Niederösterreichern wenig Luft zum Atmen. Der Vorsprung von Ried wurde immer größer. Zur Satzmitte kamen die Waldviertler durch gutes Kombinationsspiel wieder zurück und spielten diesen spannenden Satz erst in der Verlängerung zu Ende (29:27).

Im dritten Abschnitt spielten die Waldviertler schließlich vollends ihre Klasse aus, wollten das Match offenbar so schnell wie möglich beenden. Sehr dynamisch, mit hohem Druck am Service, guter Verteidigungsarbeit und effizientem Abschluss am Netz holten sich die Nordmänner mit 25:17 den dritten Satz ganz klar.

Tomasz Rutecki (18) und Niklas Stooß (10) bzw. Arthur Darmois (17) und Lars Bornemann (16) waren Topsscorer in Ried. Angriffspunkte 37:49, Asse 6:8, Blockpunkte 4:7 und Eigenfehler 15:21.

Schlager mit Aich/Dob um Rang eins in Zwettl

Während Ried damit wie Graz die Obere Setzrunde beendet hat, holte sich Waldviertel noch drei wichtige Punkte für den Kampf um Rang eins gegen Aich/Dob am Samstag in der Zwettler Stadthalle. Der erste Platz in der Zwischenrunde ist zwar für URW selbst kaum mehr drin - dafür dürften die Kärntner gegen die Smejkal-Truppe in drei Sätzen nur 53 Punkte schaffen. Ein normaler Dreisatz-Sieg würde aber auch reichen, um den Titelverteidiger vom ersten Rang zu stoßen, dann würde Graz die Setzrunde gewinnen.

Bis auf Rang vier ist also in der Oberen Setzrunde bis Samstag noch alles offen.