Positive Eindrücke trotz frühem Aus. Stefanie Schwaiger verlor beim ersten Antreten mit Partnerin Lisa Chukwuma drei Mal und landete auf Rang 25.

Erstellt am 22. Juli 2014 (11:25)
Guter Einstand: Steffi Schwaiger (li). beglückwünschte Neo-Partnerin Lisa Chukwuma (re.) nach dem ersten gemeinsamen Turnier.
NOEN, Getty Images for FIVB

Gleich die ersten wettbewerbsmäßigen Ballwechsel des neuformierten Duos Stefanie Schwaiger/Lisa Chukwuma beim Grand Slam-Turnier von Den Haag hatten es in sich. Als Auftaktgegnerinnen wartete ausgerechnet das an Nummer eins gesetzte Duo, die regierenden Europameisterinnen Madelein Meppelink und Marleen Van Iersel. Die Niederländerinnen wurden der Favoritenrolle gerecht und siegten glatt mit 21:15 und 21:11. „Ich war schon sehr nervös. Stefanie hat mich aber toll unterstützt und durch das Spiel geführt“, erzählte Chukwuma nach der gemeinsamen World Tour-Premiere.

Die nervliche Anspannung legte sich in weiterer Folge: Im zweiten Match gegen die Brasilianerinnen Maria Clara/Carol lief es erfolgreicher für das Duo, in beiden Sätzen eroberte man je 17 Zähler. Steffi Schwaiger: „Wir konnten wesentlich besser mithalten, da waren schon mehrere gelungene Ballwechsel dabei.“ -->

In der abschließenden Pool-Partie warteten die an Nummer 17 gesetzten Schweizerinnen Zumkehr/Heidrich. In dieser Begegnung pirschten sich Schwaiger/Chukwuma noch näher an den ersten Satzgewinn heran, unterlagen in zwei umkämpften Abschnitten mit 18:21 und 19:21.

Nervosität für Trainer Laciga verständlich

Trainer Martin Laciga sah bei Chukwuma enorme Fortschritte: „Dass Lisa bei ihrem ersten Turnier auf der World Tour nervös war, ist verständlich. Dank Stefanies Unterstützung hat sie versucht, unsere besprochene Taktik umzusetzen. Phasenweise ist ihr das toll gelungen.“

Nach dem Turnier fühlte sich Stefanie Schwaiger bestätigt in ihrer Partnerwahl (mehr dazu in der NÖN-Landeszeitung auf Seite 38) und betonte Chukwumas Unbekümmertheit. „Lisa ist in vielen Dingen das Gegenteil von Doris.“ Gleichzeitig sei sie selbst nun in einer anderen Rolle, nämlich in jener der Teamleaderin: „Das war am Anfang schon sehr ungewohnt.“

Nach einer Trainingswoche in Zwettl wartet auf das neue Tandem mit dem Grand Slam in Klagenfurt gleich der österreichische Saison-Höhepunkt – für Chukwuma fühlt sich das noch irreal an. „Im Vorjahr habe ich die Schwaiger-Sisters noch aus der ersten Reihe angefeuert, jetzt spiele ich selber dort.“


FIVB WORLD TOUR

GRAND SLAM IN DEN HAAG

Pool A: Meppelink/Van Iersel (NED/1) - Lisa Chukwuma/Stefanie Schwaiger (AUT/32) 2:0 (21:15, 21:11); Maria Clara-Carol (BRA/16) - Chukwuma/Schwaiger 2:0 (21:17, 21:17); Zumkehr/Heidrich (SUI /17) - Chukwuma/Schwaiger 2:0 (21:18, 21:19).
Um Platz 3: Antonelli/Juliana (BRA/6) - Kolocova/Slukova (CZ/3) 2:0 (21:13, 21:14).
Finale: Holtwick/Semmler (GER/8) - Lima/Fernanda (BRA/11) 1:2 (16:21, 21:16, 12:15).