Ein verfrühter Abflug. Zwei Minuten vor der Zeit ging‘s für die Adler geistig in die Kabine. Tullner machten ein einseitiges Duell in Zwettl doch noch spannend.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 01. Februar 2017 (03:24)
APA (EXPA)
Symbolbild

Die Weichen sind gestellt für das Traumfinale! Während Amstetten programmgemäß Stockerau mit 14:1 abfertigte, lieferten die heimischen Hockeycracks gegen die unberechenbaren Hummels eine souveräne Leistung ab.

Das Derby versprach Tore – und dieses Versprechen wurde gehalten. Doch anders als beim denkwürdigen 2:16 im Grunddurchgang waren diesmal die „Adler“ am Drücker. Von der ersten Minute an dominierten die Wachauer das Geschehen und zogen bis Mitte des zweiten Abschnitts auf 7:0 davon. Vorentscheidend war bereits Oliver Pfeiffers Treffer, er stellte kurz vor Drittelende auf 3:0. Kaum waren die Teams wieder auf Eis, leuchtete schon der „Vierer“ auf der Zwettler Anzeigentafel auf. Spielertrainer Nico Toff versenkte ein Kral-Zuspiel. Was für Frust bei den Hummels sorgte. Die Fäuste flogen. Und Clemens Takats flog auch – nämlich vom Eis. Der Referee sprach eine Matchstrafe aus, schickte auch Stephan Fellinger für zehn Minuten runter.

Was den Waldviertlern zwei Powerplay-Tore und einen letztlich geruhsamen Hockeyabend bescherte. Bei 9:2 war die Partie gegessen. Doch in den letzten Minuten schlich sich der Schlend rian ein. Drei billige Tullner Tore binnen 105 Sekunden ließen fast noch mal so etwas wie Spannung aufkommen.

Wie auch immer: Mit dem 9:5-Sieg haben sich die Kremser eine gute Ausgangsposi tion für das zweite Duell in der Serie „Best of Three“ geschaffen. Gewinnen sie am Freitag in Tulln, dann ist das Finale fix gebucht. Setzen sich die Hummels durch, kann sich die SPG beim möglichen dritten Spiel noch immer den Platz an der Sonne sichern. Mit dem Heimvorteil in Zwettl. Spieltermin wäre der 9. Februar. Aber so weit will man‘s nicht kommen lassen …