Titelfavorit rutschte im Zwettltal aus. Die SG Krems/Zwettl überraschte die Amstettner nach dem 0:2, feierte am Ende sogar ein Schützenfest.

Von Michael Salzer. Erstellt am 02. Dezember 2014 (10:41)
Die neue Spielgemeinschaft Krems/Zwettl brachte den Amstettner Wölfen die erste Landesliga-Niederlage bei: Bernd Parycek, David Schierhuber, Harald Ifkovits, Andreas Rabl, Martin Sekera, Philipp Neussl (vorne), Hurricanes-Obmann Karl Kuchelbacher, Patrick Kern, Sascha Scharizer, Marcus Graller, Gerd Gruber, Dominik Schierhuber, Oliver Pfeiffer, Daniel Mayerhofer, Gregor Preissl, Trainer Marian Stabel (hinten, von links). Michael Salzer
NOEN, Michael Salzer

KREMS/ZWETTL - AMSTETTEN 8:4. Die raue Waldviertler Luft bekam den Wölfen nicht, die neue Spielgemeinschaft feierte beim ersten Auftritt im Zwettltal einen sensationellen Heimsieg. Dabei ging der zuvor noch ungeschlagene Tabellenführer erwartungsgemäß in Führung: Die Gastgeber dominierten von Beginn weg, doch die Auswärtigen waren effizienter, netzten zweimal ein – 0:2.

Doch im zweiten Drittel kippte die Partie: Hinten lief Goalie Harald Ifkovits zur Hochform auf, in der Offensive glänzte vor allem Topscorer Nico Toff mit spektakulären Vorlagen (3) und Toren (2). Zuerst stellten Toff und Oliver Pfeiffer auf 2:2, dann retteten sich die Waldviertler unbeschadet durch eine Vier-Minuten-Strafe für Bernd Parycek. Als Draufgabe führte wenig später ein Doppelschlag von Toff und Sascha Scharizer zum 4:2. Sieben Sekunden vor der zweiten Pause verkürzten die Wölfe umstritten auf 3:4 – während die Heimischen den Puck weit von der roten Linie entfernt sahen, entschied das Schiedsgericht auf Tor.

„Bessere Mannschaft, verdienter Sieg“ 

Das Schlussdrittel begann mit einem offenen Schlagabtausch. Youngster Patrick Kern erhöhte auf 5:3 (45.), zudem brachte das heimische Team eine weitere Vier-Minuten-Strafe (für Oliver Pfeiffer) ohne Gegentor drüber. Doch auch die Mostviertler zeigten Moral und Kampfgeist, schafften erneut den Anschluss – 5:4 (52:53). Der entscheidende Doppelschlag folgte prompt: SG-Kapitän Gerd Gruber netzte mit einem satten Weitschuss ein, Patrick Kern erzielte das 7:4 (55:28). In der Schlussphase schmiss Gästekeeper Martin Forcher die Nerven weg – er verfolgte Marcus Galler bis zur Mittellinie und schlug auf ihn ein, flog dafür vom Spielfeld. Nachdem sich die erhitzten Gemüter wieder beruhigt hatten, sorgte Martin Sekera mit einer starken Einzelaktion für den 8:4-Endstand.

„Unser Sieg war nicht zu erwarten, aber wurde durch eine kompakte Teamleistung möglich“, bilanzierte KEV-Sektionsleiter Florian Schrey. „Jetzt haben wir gesehen, dass auch der haushohe Favorit auf den Meistertitel – mit harter Arbeit und Disziplin im eigenen Drittel – zu bezwingen ist.“ Hurricanes-Obmann Karl Kuchelbacher fügte hinzu: „Wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft, haben hervorragend gespielt und verdient gewonnen.“