6:1-Schützenfest im Abstiegskampf. Schweiggers klettert nach oben, Echsenbach unterlag in Zwentendorf knapp. Nullnummer in Groß Gerungs.

Von Mathias Schuster und Christopher Eckl. Erstellt am 28. Oktober 2014 (11:52)
Schweiggers-Coach Markus Hackl bewies ein goldenes Händchen, das letztlich zum Kantersieg gegen die unmittelbare Konkurrenz aus Altenwörth führte: Joker Benjamin Steininger (vorne) stellte zuerst auf 5:1 und holte den Elfmeter zum 6:1 heraus.
NOEN, Mathias Schuster

SCHWEIGGERS - ALTENWÖRTH 6:1. Die Hausherren bleiben im vierten Spiel in Folge ohne Niederlage. Beim 6:1-Kantersieg gegen Abstiegskonkurrent Altenwörth setzte man nicht nur ein Ausrufezeichen, sondern polierte auch die Torbilanz und das Selbstvertrauen ordentlich auf.

Zunächst ging es für die Heimmannschaft noch in die falsche Richtung, die einzige gute Phase der Gäste gipfelte nach zehn Minuten im 0:1 – Eric Willer fasste sich aus 20 Metern ein Herz, der Ball segelte über Torhüter Dieter Maringer hinweg und schlug im rechten Kreuzeck ein. Den Knackpunkt in einer sehr ruppig geführten Partie bildete der Schweigginger Doppelschlag nach knapp 20 Minuten. Michael Scherzer umkurvte im Strafraum Torhüter Manuel Flicker, den abgeblockten Schuss drückte Ronald Eigner aus kürzester Distanz über die Linie (18.). Maringer bewahrte seine Farben dann vor dem neuerlichen Rückstand, als Patrick Neugebauer auf der linken Seite durchbrach und im Strafraum abzog.

Nach einem weiten Freistoß von Matthias Keppel gewann Ronny Schmidt im Strafraum das Luftduell mit Torhüter Flicker – 2:1 (21.). Der Schlussmann stand gegen Ende der ersten Hälfte wiederholt im Mittelpunkt, als er den Hausherren durch unmotivierte Ausflüge drei Chancen ermöglichte. Nachdem ihm der Ball durch die Hände rutschte, legte er schließlich unfreiwillig für Michael Scherzer auf, der das Geschenk gerne annahm (43.).

„In der zweiten Halbzeit waren wir dann klar besser, das Ergebnis ist aber zu hoch ausgefallen“, so Thomas Reif, Sportlicher Leiter des USC Schweiggers. Tatsächlich kam Altenwörth nur einmal gefährlich vors Tor, Keppel klärte vor Mario Reicher. Nach toller Vorarbeit von Ronald Eigner stellte Lukas Strasser auf 4:1 (72.), und leistete neun Minuten später selbst den Assist zum 5:1 durch Benjamin Steininger. Dieser wiederum holte einen Elfmeter heraus, den Strasser zum 6:1 verwertete (88.).

GROSS GERUNGS - REHBERG 0:0. Die 200 Zuseher am Kreuzberg sahen am Sonntag ein Unentschieden der schlechteren Sorte. „Der tiefe Boden hat nicht wirklich Kombinationen zugelassen, es war mehr ein Geplänkel im Mittelfeld“, bestätigte der Co-Trainer des USV Groß Gerungs, Manfred Schrenk. Die Gäste aus Rehberg waren optisch leicht überlegen, nach Torchancen suchte man vor der Pause jedoch vergeblich.

Erst nach Wiederanpfiff kamen die Gäste gefährlich vors Tor, auch wenn es schließlich der eigene Mitspieler war, der Torhüter Tobias Mittag prüfte: Christoph Tauber rutschte nach einer Flanke in den Ball und traf beinahe ins eigene Gehäuse. Schrenk: „Gleich nach der Pause waren wir noch etwas konfus.“ Auf der Gegenseite kamen die Hausherren über drei Stationen in den Gefahrenbereich – Daniel Maurers Flanke erreichte in der Mitte Jaroslav Ludacka, der den Ball knapp am rechten Kreuzeck vorbeiköpfelte. Klare Möglichkeiten waren weiterhin Mangelware, somit blieb es beim 0:0.

ZWENTENDORF - HARTL HAUS 3:2. Die durch den Ausfall von vier Stammspielern geschwächten Gäste verspielten die Chance, die Niederlagenserie der letzten Partien zu durchbrechen, schon in der ersten halben Stunde. Nur sieben Minuten waren gespielt, als Zwentendorfs Josip Hlaic völlig alleine an der Strafraumgrenze zum Schuss kam und das Leder ins Gehäuse beförderte. Aus ähnlicher Position erhöhte Marin Azdajic 19 Minuten später. Zwischen den beiden Gegentoren vergab Bartek Forc die Riesenchance auf den Ausgleich, indem er beim Alleingang in Richtung Zwentendorf-Gehäuse den Ball vertändelte und von einem Verteidiger gestellt wurde. Wenig später bügelte Forc sein Versäumnis aus und bediente Patrik Bayer mustergültig – der brauchte nur noch den Fuß zum Anschlusstreffer hinzuhalten (37.).

Noch vor der Pause stellte Marco Friedrich den alten Abstand wieder her. Danach war von den Heimischen allerdings nur noch wenig zu sehen. „Die haben gar nichts mehr gemacht“, erläuterte Hartl Haus-Coach Bruno Meyer. „Ich habe darauf reagiert, indem ich Markus Petrovic ab Minute 80 nach vorne in die Spitze gestellt habe.“ Die Umstellung fruchtete letztlich etwas zu spät: Zwar scorte Petrovic aus zentraler Position, die Anzeigetafel zeigte zu diesem Zeitpunkt aber bereits die 90. Minute an.