Keine Punkte für die Bezirksteams. SalzerGroß Gerungs und Schweiggers gingen leer aus, das Echsenbacher Heimspiel fiel ins Wasser.

Von Michael Salzer und Mathias Schuster. Erstellt am 16. September 2014 (11:23)
Herr der ruhenden Bälle. Jaroslav Ludacka (links) bewies einmal mehr seine Qualität bei Freistößen und hämmerte das Spielgerät ins Kreuzeck. Doch es blieb der einzige fußballerische Leckerbissen des USV Groß Gerungs - dieser muss zuhause weiterhin auf den ersten Dreier warten.
NOEN, Michael Salzer

GROSS GERUNGS - HORN AMATEURE 1:2. Diesmal ist die Gerungser Rechnung nicht aufgegangen: Das Horner Zweierteam entführte auch zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt am Freitag Nachmittag (kurz vor dem Erste Liga-Match zwischen Horn und Wacker Innsbruck) alle drei Punkte.

Und zwar keineswegs unverdient. Denn zuvor waren sie die Schießbude der Liga gewesen, diesmal verteidigten sich die jungen Horner konsequent und aggressiv. Auf der anderen Seite griffen die Gastgeber (ohne die verletzten Stürmer Martin Maly und Christian Steininger) über 90 Minuten ideenlos und fehlerhaft an, verloren durch ihr schlampiges Passspiel zahllose Bälle oder scheiterten in letzter Konsequenz am souveränen Horner Schlussmann.

Dieser musste sich nur beim spektakulären Kreuzeck-Freistoß von Jaroslav Ludacka geschlagen geben. Doch weil schon im ersten Durchgang Mario Nakic (15.) und Oliver Nagl (25.) ihre perfekten Weitschüsse ebendort platziert hatten, durften sich die Horner über ihren ersten Saisonsieg freuen.

„Wir müssen ihnen gratulieren, hätten uns mit dieser Leistung keinen Punkt verdient“, bilanzierte der enttäuschte USV-Sektionsleiter Martin Faltin. „Ich glaube, wir sollten daraus lernen und in Zukunft am Freitag keine Spiele mehr ansetzen.“

GRAFENWÖRTH - SCHWEIGGERS 3:0. Im Vergleich zur Vorwoche nahm USC-Trainer Markus Hackl einige Umstellungen vor, Michael Scherzer und Arnold Rauscher fanden sich als Außenverteidiger in der Startelf wieder. Christoph Pomassl rückte ins Mittelfeld, während Thomas Steinbauer als hängende Spitze Solostürmer Valentin Keppel unterstützte. Die Gäste traten gegen den Titelfavoriten zunächst sehr defensiv auf, in den ersten 20 Spielminuten gab es für Grafenwörth kein Durchkommen.

Auf der Gegenseite entwischte Ronald Eigner nach einem Pass von Steinbauer seinem Bewacher und zog vom Sechzehner ab – das Leder ging nur knapp drüber. Dominik Koukola, bereits nach zwei Minuten für den verletzten Sebastian Klepp in die Partie gekommen, stellte mit einem Doppelpack vor der Pause die Weichen für den Heimsieg. Nach einem Querpass der Hausherren bekam Scherzer das Leder nicht unter Kontrolle und lieferte unfreiwillig den Assist zur folgenden Hereingabe - Koukola ließ sein Gegenüber an der zweiten Stange aussteigen und schob ins kurze Eck ein (20.).

Sechs Minuten vor der Pause setzte sich Koukola nach einem Ballverlust von Steinbauer an der Mittelauflage wieder in Szene – als Stanglpass gedacht, spielte er das Leder mit viel Effet in die Mitte, wo Keeper Dieter Maringer dasselbe unglücklich über die Handschuhe rutschte - 2:0.

Schweiggers brachte zur Halbzeit den schnellen Benjamin Steininger für Valentin Keppel. „Auch das hat aber nicht wirklich funktioniert, weil Grafenwörth kompakt gestanden ist und schon in unserer Hälfte gepresst hat“, erklärte der Sportliche Leiter des USC, Thomas Reif. Die Gäste scheiterten durch Steinbauer und Lukas Strasser noch jeweils von der Strafraumgrenze. Das 3:0 fiel dann nach einem Freistoß, „Übeltäter“ Ronny Schmidt rettete nach Jürgen Senks Kopfball vermeintlich auf der Linie – Schiedsrichter Helmut Friedl erkannte den Treffer an (79.).

SC HARTL HAUS. Dem ersten Heimsieg der Echsenbacher stellte sich nicht Gegner Guntersdorf in den Weg, er wurde schon im Vorfeld der Partie durch die Witterungsverhältnisse unterbunden. „Unser Platz war am Freitag schon extrem tief. Wenn wir gespielt hätten, hätten wir den Rasen komplett ruiniert“, verriet Trainer Bruno Meyer. Rein sportlich wären die „Echsen“ für das Kräftemessen mit dem Tabellendritten bereit gewesen. „Wir wären bis auf Ümit Derin komplett gewesen. Ich hätte sehr gerne gespielt.“

Aus bisher vier Partien holte Echsenbach nur zwei Punkte ins (Hartl) Haus. Coach Meyer kennt die Gründe dafür: „Die Auftaktpartie gegen Schweiggers haben wir verloren, weil wir nicht in die Gänge gekommen sind. Danach hat meist die Stabilität in der Verteidigung gefehlt. Das hat sich aber seit der Rückkehr von Alexander Scharf gebessert.“ Nun müsse hart an der Effizienz gearbeitet werden. „Mit der Chancenauswertung hadere ich sehr. Ich werde in der nächsten Woche mein Hauptaugenmerk auf Abschlussübungen legen.“