„Hatte die Wahl“. Tennis / Andreas Haider-Maurer trennte sich von Betreuer Joakim Nyström und will im neuen Jahr konstanter werden.

Von Christopher Eckl. Erstellt am 01. Januar 2014 (23:59)
Andreas Haider-Maurer (26) trennte sich Anfang März 2012 von Langzeit-Coach Karel van Wyk.
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Von Christopher Eckl

Der Gerungser Andreas Haider-Maurer ließ das Tennisjahr mit einem wahren Paukenschlag enden: Nach nur rund einem halben Jahr der Zusammenarbeit trennte er sich vom renommierten schwedischen Trainer Joakim Nyström.

„Joakim wollte unbedingt, dass ich die Qualifikation für die Australian Open spiele. Ich war aber für eine wesentlich längere Vorbereitung“, erklärte AHM im NÖN-Telefonat. Bei einem Antreten in Australien wäre die Saisonvorbereitung auf rund zehn Tage geschrumpft – für den Gerungser entschieden zu wenig. „Nyström hat mich letztlich vor die Wahl gestellt: Australien mit ihm als Trainer oder ein längerer Formaufbau ohne ihn.“

Die Trainingsarbeit übernehmen nun Bruder Mario Haider-Maurer und Christian Kohl, die auch in der kurzen Ära Nyström bereits den Löwenanteil der Übungseinheiten in den Turnierpausen leiteten.

„Habe meinen besten Sommer gespielt“

Am erklärten Ziel für die Saison 2013, der fixen Qualifikation für die Australian Open, scheiterte AHM hauchdünn. Er liegt derzeit auf Rang 112 der Weltrangliste, also nur wenige Plätze über dem „Cut“. „Lange Zeit war ich auf Kurs, um mich in den Top 100 zu halten. Ich habe den besten Sommer meiner Karriere gespielt. In den letzten sieben Turnieren lief es aber nicht mehr so gut, da habe ich sehr viele enge Partien verloren“, kennt der Niederösterreicher die Gründe für sein aktuelles Ranking.

Am Ende der kommenden Saison möchte AHM unbedingt unter den Top 100 der Welt platziert sein. Erreicht werden soll dies vor allem mit einer konstanteren Leistung übers Jahr gesehen. „Momentan mache ich den Großteil meiner Weltranglistenpunkte in vier Monaten. Ich will 2014 vor allem bei den Hallenturnieren bessere Ergebnisse einfahren, werde dafür intensiv arbeiten. Auch am Aufschlag, denn der war vor zwei Jahren eine viel größere Waffe als derzeit.“