Armin Kugler holte vierten Eurojack-Titel. Beim Saisonfinale vor der Haustür holte Armin Kugler seinen vierten EM-Titel! Siege auch an Paulnsteiner & Wagesreiter.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 13. September 2017 (02:13)

Was für ein Finale der Eurojack-Serie 2017! Die Regenwolken hielten die Zuschauer nicht von der Fahrt nach Wurmbrand ab, wo die Feuerwehr gemeinsam mit dem Eurojack Holzsportverein Langschlag erstmals den Eurojack-Bewerb veranstaltete. Zur Freude aller. Sonst hätte es heuer keinen Eurojack-Bewerb in Österreich gegeben. Und Armin Kugler hätte seinen Rekordsieg nicht in der Heimat feiern können. Der Zweimeter-Holzknecht aus Steinbach bei Alt-Nagelberg feierte nämlich am Sonntag seinen vierten Eurojack-Gesamtsieg!

Dass ihm dieser Erfolg auch noch mit dem Tagessieg gelang, ließ nicht nur den Dezibelpegel beim Jubel der mehreren tausend Zuschauer in die Höhe schnellen, sondern freute auch Kugler. „Das war schon eine coole Sache“, sagt er im NÖN-Gespräch. „Ich bin überhaupt sehr erleichtert. Heuer war es sehr knapp.“

„Der Rekord macht das Ganze natürlich umso schöner!“ Armin Kugler stellte mit vier Gesamtsiegen den Rekord von Thomas Gerber ein

In der Tat! Vier Sekunden entschieden über den Tagessieg gegen den Deutschen Danny Mahr, der eine starke Perfomance hinlegte und schon am Samstag mit 17,15 sek im Underhand-Chop aufzeigte. Im Finale knackte keiner die 20-Sekunden-Marke!

Diese vier Sekunden holte Kugler mit seiner Highspeed-Performance im Standing Block Chop schon fast heraus – 20,38sek. „Der Bewerb ist mir verdammt gut aufgegangen“, schmunzelt der 25-Jährige, der am Ende wie Mahr mit 94 Punkte hatte – die Zeit sprach für den Steinbacher.

Langschlager räumten alle EM-Titel ab

Dass es trotz zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen in den fünf Bewerben knapp wurde, lag wieder einmal am Axtwerfen – seiner Achillesferse. Dort wurde er nur Zehnter. „Ich probiere eh schon längere Zeit, dass der Bewerb abgeschafft wird, aber es ist mir noch nicht gelungen“, schmunzelt er. „Vielleicht sollte ich doch einmal trainieren.“ Bisher hat es aber auch ohne diese Punkte gut funktioniert hat. Überaus gut sogar. Mit seinem vierten Eurojack-Gesamtsieg hat Kugler den Rekord des Schweizers Thomas Gerber eingestellt.

„Ich habe vorher nicht gewusst, dass ich den Rekord einstellen kann, aber es macht das Ganze natürlich umso schöner“, sagt Kugler, der für seinen vierten Titel mehr kämpfen musste, als für die drei davor. „In der Schweiz hatte ich Pech, hätte locker gewinnen können. In Tschechien war ich verletzt und in Deutschland im Stress, weil am selben Wochenende die Staatsmeisterschaft stattfand“, resümiert er. „Damit ist der Druck gestiegen. Aber da funktioniere ich offenbar eh am besten.“ Die Tagessiege in den abschließenden Bewerben in Frankreich und in Wurmbrand sprechen klar dafür.

Großer Jubel in Wurmbrand

Armin Kugler war übrigens nicht der einzige Heimsieger in Wurmbrand. Die Langschlager Holzsportler räumten gewaltig ab, sicherten sich insgesamt drei EM-Titel!
Gisela Paulnsteiner, die fast in Rufweite zum Eventgelände in Wurmbrand lebt, wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und verteidigte ihren EM-Titel im Damenklettern überlegen mit dem Tagessieg vor Roswitha Groiß aus Pehendorf vor Sandra Haider aus Münzbach.

Den Triumph des Veranstalterteams machte Lukas Wagesreiter komplett. Der Rappottensteiner wurde U18-Europameister! Er hatte schon die gesamte Saison mit konstant starken Leistungen überzeugt. Seine Vereinskollegen Lukas Sandler und Robin Koniczek standen mit am Stockerl.

Großer Jubel also in Wurmbrand. Ob es diesen auch nächstes Jahr wieder geben wird, ist noch nicht fix. Eurojack-Europa-Präsident Alfred Fehrenbacher jedenfalls würde eine Wiederholung freuen, wie er vor versammelter Menge ins Mikrofon verkündete.