Eurojack-Auftakt: Waldviertler in Wieselburg stark

Erstellt am 18. Mai 2022 | 02:16
Lesezeit: 4 Min
Eurojack-Auftakt ein voller Erfolg. Armin Kugler unterlag Danny Martin knapp, Podestplätze für Juliana Einfalt & Silvia Rentenberger.
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Nach zwei Jahren ohne Eurojack-Bewerbe lechzten Sportler wie auch Publikum schon nach Wettbewerben. Das zeigte sich beim Saisonauftakt im Rahmen der Messe Wieselburg eindrucksvoll. Als „Riesenerfolg“ ordnete Josef Laier vom Eurojack-Holzsportverein das Spektakel, das sich von Donnerstag bis Sonntag erstreckte, ein: „Die Sportler waren alle froh, sich wieder einmal messen zu können. Und die Messebesucher waren auch begeistert.“

Besonders Letzteres freut die Veranstalter. Denn so ganz sicher war man sich nicht, wie der Publikumsmagnet im Umfeld einer Messe funktionieren würde. „Das war aber wirklich toll. Es waren immer viele Zuschauer da“, schilderte Laier. „Dass wir den Bewerbsmodus angepasst haben, hat ideal gepasst. Die Besucher sind eine halbe Stunde bei uns geblieben, haben den Durchgang geschaut und sind dann weitergegangen.“

Hot Saw entschied Match um Gesamtsieg

Für die Sportler war‘s etwas Neues, dass nicht die Disziplinen nacheinander abgearbeitet wurden, sondern immer parallel im Halb-Stunden-Rhythmus. „Du hattest mehr Zeit zwischen den Bewerben, das war etwas ungewohnt. Außerdem weißt du bis zum Schluss nicht, wo du liegst“, schildert der Eurojack-Titelverteidiger und fünffache Europameister Armin Kugler. „Aber alles in allem hat das gut gepasst. Die Vorteile überwiegen auf alle Fälle.“

Der Steinbacher (Gemeinde Brand-Nagelberg) lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Deutschen Danny Martin, der in Top-Form anreiste. „Da wir schon am Mittwoch aufgebaut haben, Donnerstag und Freitag die Shows hatten, war ich am Sonntag kräftemäßig nicht ganz auf der Höhe“, schilderte Kugler. „Es ist aber trotzdem gut gelaufen.“ Dass er letztlich Martin um zwei Punkte den Vortritt lassen musste, wurmte den 31-Jährigen nur wenig.

Entscheidend war für ihn der Hot-Saw-Bewerb. „Ich habe die erste Scheibe groß geschnitten, musste bei der zweiten Tem-po rausnehmen, um sie nicht zu verschneiden“, so Kugler. „Drei Zehntel-Sekunden schneller hätte für den Sieg gereicht. Aber du weißt nie, ob sich das Risiko auszahlt oder ob du dann komplett verschneidest und weg bist.“

Rang fünf an der Hot Saw war seine schlechteste Disziplinen-Platzierung. Ansonsten war Kugler sehr konstant – und in seiner Paradedisziplin, dem Springboard, eine Klasse für sich. Mit 55:20sek deklassierte er hier die Konkurrenz, der Zweitschnellste Danny Martin brauchte 1:22min! „Das war richtig geil!“, freute sich Kugler.

So könnte man auch das Abschneiden der übrigen Waldviertler bezeichnen. Zweitbester Österreicher wurde Josef Laier als Sechster. Der Oberlembacher überzeugte besonders an der Hot Saw mit Rang drei. Einen Punkt hinter ihm landete der Rappottensteiner Lukas Wagesreiter. Stark drauf waren auch die Frauen. Im Damen-Eurojack holte die Langschlagerin Juliana Einfalt Rang drei. Im Damenklettern war Silvia Rentenberger aus Oberkirchen (Gemeinde Groß Gerungs) nicht zu biegen.

Voller Terminplaner für die Holzknechte

Nach dem Eurojack-Wochenende geht es für die Waldviertler Holzsportler gleich Schlag auf Schlag weiter. Am Wochenende stehen zwei Shows in der Steiermark und in Deutschland an. Und am Montag schlagen die Holzhacker aus Neuseeland, USA und Kanada ihre Zelte in Langschlag auf, bereiten sich gemeinsam mit den Waldviertlern auf die Stihl Timbersports World Trophy vor, die am 28. Mai auf dem Wiener Rathausplatz über die Bühne geht. Tags darauf steigt in Wien die Staatsmeisterschaft, wo Kugler seinen achten Titel holen will. Er betont: „Das ist auch wichtig für die Qualifikation für die WM.“ Die steigt diesmal in Schweden – im November.

Die nächsten bereits terminisierten Eurojack-Bewerbe sind am 11. und 12. Juni in Jihlava (Tschechien) und am 30. und 31. Juli in Schuttertal (Deutschland). Noch keine Termine gibt‘s für die Bewerbe in der Schweiz, Pfannenstiel und Luthern, sowie in Grendelbruch (Frankreich).