Zwei Titel für Gisela Paulnsteiner in Frankreich. Während Gisela Paulnsteiner beim Eurojack-Finale in Grendelbruch sowohl in den Holzbewerben, als auch beim Damenklettern überzeugte, rissen zwei Serien von Armin Kugler.

Von Mathias Schuster und Maximilian Köpf. Erstellt am 14. August 2019 (01:02)
Mathias Schuster
Gisela Paulnsteiner räumte beimEurojack-Finale groß ab.

Von Grendelbruch bis Groß Gerungs durfte am Sonntag gejubelt werden. Die Hochländerin Gisela Paulnsteiner holte beim Saisonfinale in Frankreich nicht nur einen, sondern gleich beide Damen-Titel bei der Eurojack-EM.

Dabei war der Sieg im Damenklettern, wo die Titelverteidigerin vor dem letzten Bewerb schon klar vorne lag nur noch Formsache. Hier gewann sie vor Teamkollegin Silvia Rentnernberger aus Schweiggers. Die große Überraschung lieferte Paulnsteinger beim Hacken und Schneiden, wo sie die deutsche Dominatorin Silke Palmowski abfing und sich auf Platz eins setzte. Die Chance witterte Paulnsteiner schon am Samstag.

„Da ist Palmowski als Neunte in der Quali ausgeschieden, und ich habe schon gewusst, dass es was werden könnte“, erklärt die Europameisterin aus dem Oberrosenauerwald. Im Finalbewerb lief es dann auch zufriedenstellend, erzählt sie weiter. „Das Holz war zwar etwas gewöhnungsbedürftig, weil es so hart war, aber damit haben alle gekämpft.“ Probleme mit der Motorsäge beim Flying Disc warfen sie zurück, an der Zugsäge überzeugte sie dafür trotz geringen Körpergewichts. „Das ist für mich immer schwierig.“ Als Siegerin beim Scheibenstapeln wurde sie insgesamt Zweite und holte ihren ersten Titel.

Mit Juliana Einfalt als Dritte in Tages- und Gesamtwertung komplettierte auch hier eine Teamkollegin das Podium.

Josef Laier zum dritten Mal Staatsmeister

Erstmals seit fünf Jahren stellen die Langschlager Holzsportler indes nicht den Europameister bei den Herren. Mit fünf Titeln in Folge mauserte sich Armin Kugler zum Rekord-Titelträger. Dass er den sechsten Eurojack-Gesamtsieg heuer nicht folgen lassen wird können, war dem Steinbacher aber bereits nach dem Auftaktbewerb in Langschlag klar. „Somit konnte ich mich an den Gedanken gewöhnen“, sagt Kugler, der terminbedingt zwei der fünf Bewerbe auslassen musste. „Aber in Grendelbruch wollte ich noch einmal gewinnen.“

Kugler lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Christophe Geissler, wurde am Ende jedoch Tageszweiter. „Im Springboard hätte ich ihm eine Minute abgenommen. Aber er ist trotzdem Zweiter geworden, hat nur einen Punkt verloren“, ärgert sich Kugler. „Im Grunde war‘s aber ein ganz guter Wettkampf.“

Schon am Samstag lieferte er sich ein enges Match mit Josef Laier bei der Staatsmeisterschaft in Neuhaus. Auch da musste er sich wegen einer Disqualifikation im Hot-Saw-Bewerb (über die Linie geschnitten) nach sechs Titeln in Folge geschlagen geben. Der Oberlembacher Laier holte damit seinen insgesamt dritten Staatsmeisterschaftstitel – den ersten seit 2012.