Nachwuchs-Trainer Franz Langthaler zog Schlussstrich. Der Horner Franz Langthaler feierte als Nachwuchs-Trainer des LC Waldviertel große Erfolge. Nun beendete der 60-Jährige seine Tätigkeit.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 16. Juni 2021 (00:09)
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Erfolgreicher Leichtathletik-Coach: Franz Langthaler.
NOEN, privat

Er gilt als Pionier in der Waldviertler Leichtathletik-Szene – auch, wenn er sich selbst nicht so sieht: Der Horner Franz Langthaler war hauptverantwortlich dafür, dass sich im vergangenen Jahrzehnt leichtathletiktechnisch wieder „etwas tat“ im Waldviertel. Nun zog er aber einen Schlussstrich unter seine Tätigkeit als Jugendleiter des ULC Horn und Nachwuchsmastermind des LC Waldviertel. Der Faktor Zeit spielte bei dieser Entscheidung die entscheidende Rolle. Beruflich ist der 60-Jährige, der als Oberst stellvertretender Brigadekommandant in Mautern ist, ohnehin ausgelastet, dazu kommt, dass sich Langthaler und seine Partnerin ein „großes Grundstück mit einem Abbruch-Haus“ zugelegt hätten. „Da bleibt keine Zeit mehr …“

Rekord als Highlight. „Es war eine wunderschöne Zeit – und eine sehr erfolgreiche. Wir haben österreichische Meistertitel und viele Medaillen geholt“, sagt der 60-Jährige.

Höhepunkt seines Wirkens war der 29. August 2015. 7:13.22 Minuten lautete der Uralt-Rekord über die 3x800m-Distanz im U16-Bewerb der Mädchen. Aufgestellt 1989 vom LCA Doubrava (heute LCA Jodl Vöcklabruck). Seit diesem August-Tag 2015 ist dieser Rekord aber in Waldviertler Hand. 7:11.19 Minuten lautete die neue Bestmarke, die in Wels erzielt wurde. Es war übrigens zum ersten Mal, dass ein ÖLV-Rekord ins Waldviertel wanderte. Aufgestellt wurde diese Bestmarke von der Altenburgerin Sarah Führer, der Waidhofnerin Adriana Höller und der Thaureserin Sandra Riener. „Es war das herausragendste Ereignis. Es braucht natürlich auch Glück, dass man als Trainer drei sehr starke Mädchen, die gleich alt sind, in einem Team hat. Daher denke ich, dass dieser Rekord noch lange halten wird“, sagt Langthaler.

Wie geht‘s weiter? Langthaler ist in seine Nachfolge eingebunden – und hofft, dass die Jugend-Leichtathletik weiter ein Bestandteil der hiesigen Sportlandschaft bleibt. „Corona war eine schwere Zeit, die uns noch länger beschäftigen wird. Das spüren die Vereine. Aber ich bleibe optimistisch.“