URW ist heiß auf den Heimstart. Nach gemischtem Resümee zum Maribor-Match wollen die Volleyballer des URW am Mittwoch Verfolger Ljubljana in die Suppe spucken.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 13. Januar 2021 (03:24)
NOEN

Nach dem Zuschlag für die Austragung des MEVZA-Final-Fours beginnt das neue Jahr gleich mit einer geballten Ladung Mitteleuropa-Liga für die Waldviertler. Am Mittwoch steigt gegen ACH Volley Ljubljana das erste Spiel 2021 in der Zwettler Stadthalle. Dort hoffen die Nordmänner auf mehr Durchschlagskraft, als gegen Maribor am Samstag. Dann hätte man schon dem Tabellenführer mehr zusetzen können. So wurde das erste Spiel des Jahres letztlich aber eine klare Angelegenheit für die Slowenen.

„Ab dem dritten Satz fehlten die Konzentration und mentale Stärke. Unter Druck machen wir noch sehr viele Fehler“, resümierte URW-Trainer Zdenek Smejkal mit gemischten Gefühlen. Denn der Auftakt verlief ganz nach Maß für die Waldviertler. Der Außenseiter startete frei und ohne Druck des Gegners, ging früh in Führung. In der heißen Phase hatten die Waldviertler einen Run, holten sich den ersten Satz mit 25:22.

„Im ersten Satz funktionierte noch alles“, betonte Smejkal. „Wir haben Druck am Service aufgebaut, sind gut in der Verteidigung gestanden und der Block war effizient.“ URW-Manager Werner Hahn war glücklich. „Im ersten Satz konnten wir Maribor mit unserem System überraschen“, sagt er. „Die Slowenen schöpften dann aber ihre körperliche Überlegenheit voll aus…“

„Im ersten Satz konnten wir Maribor überraschen, dann haben sie aber ihre körperliche Überlegenheit voll ausgespielt.“ Werner Hahn zum ersten Match des Jahres 2021

Die Antwort von Maribor kam schnell. Mit hohem Servicedruck nahmen sie den Gästen zusehends die eben erst erlangte Euphorie. Dazu kamen Probleme in der Organisation und Missverständnisse. Auch Kapitän Rudinei Boff als Service-Ass im Ärmel konnte das Ruder nicht herumreißen. Im dritten Satz war URW bei der Annahme zu instabil. Im vierten Satz suchten die Slowenen die Entscheidung. Sie erhöhten den Druck am Service noch einmal, waren am Block erfolgreich. Da half auch das Aufbäumen der Waldviertler nichts.

Nach der 1:3-Niederlage steht gleich das nächste Spiel gegen ein slowenisches Top-Team auf dem Programm. Mit Ljubljana kommt der erste und einzige Verfolger von Maribor nach Zwettl. Hahn erwartet ein schweres Spiel: „ACH Volley wird alles daran setzen, die volle Punktzahl mitzunehmen, nur so können sie Maribor unter Druck setzen.“

URW also wieder Außenseiter. Wie stark die Slowenen drauf sind, sahen die Nordmänner schon im Oktober, als man auswärts klar 0:3 verlor. Ganz chancenlos sehen sich die Waldviertler aber nicht. „Wir arbeiten hart an der Stabilisierung des Servicedrucks, Konzentration und mentalen Stärke, um dem Druck des Gegners besser standhalten zu können“, betont Hahn.