Nächster Ausfall im Waldviertel. Youngster Christopher Hahn biss daheim gegen Kastela durch, muss wegen eine Kapselausrisses aber länger pausieren.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 12. Februar 2020 (00:45)
Der junge Aufspieler Christopher Hahn (vorne) zog sich im Spiel der Landesliga-Mannschaft eine Fingerverletzung zu.
Schuster

Die Revanche blieb aus, Graz ging daheim gegen die Nordmänner zum zweiten Mal in Folge als Sieger vom Platz. Viel mehr als eine Niederlage in der Setzrunde schmerzt die Waldviertler aber die nächste Verletzung in dieser Saison: Aufspieler Christopher Hahn wird für längere Zeit ausfallen.

„Es ist anscheinend ein knöcherner Kapselausriss“, berichtet er selbst. Die Verletzung zog er sich bereits im Spiel der Landesliga-Mannschaft gegen Waidhofen/Ybbs am Samstag zu, biss aber in der darauffolgenden MEVZA-Partie gegen Kastela aber noch die Zähne zusammen, bevor er mit blau angeschwollenem Finger den Weg ins Krankenhaus machte. Drei Wochen lang muss Hahn nun eine Schiene tragen. „Ich hoffe, bald wieder fit zu sein.“

„Holen wir den ersten Platz, freuen wir uns einen Haxen aus!“Werner Hahn, URW Manager

Die Misere geht für die Waldviertler also munter weiter. „Es ist leider eine Seuchensaison. Das haben wir in dem Ausmaß noch nicht erlebt“, seufzt Vereinsmanager Werner Hahn nach dem Ausfall seines Sohns. Die Auswirkungen der Grippewelle habe seine Mannschaft auch im Rückspiel in Graz noch gespürt, wodurch ein harter Kampf – nach Satzgleichstand – in den beiden letzten Sätzen unbelohnt blieb (29:31, 24:26). „Es geht zwar aufwärts, am Mittwoch war es körperlich aber noch zu wenig. Wir wissen, warum wir verloren haben, da tut die Niederlage weniger weh“, beruhigt der Funktionär. „Wenn wir sie im Halbfinale wieder schlagen, ist alles vergessen und nichts passiert.“

Gegen Kastela zweimal in Rückstand

Eine Vorgabe sei das nicht, man stelle keinen Anspruch, Meister oder Vizemeister zu werden, sagt Werner Hahn: „Holen wir den ersten Platz, freuen wir uns einen Haxen aus. Werden wir Dritter, sind wir auch nicht enttäuscht.“

Das nötige Selbstvertrauen holten sich die Nordmänner beim 3:2-Heimsieg gegen Kastela, trotz zwischenzeitlichen 0:1- und 1:2-Satzrückstands. „Das war kein Selbstläufer. Kastela ist auf Augenhöhe, es war eine Megashow, und da sehen wir natürlich, dass wir fitter werden“, meint der Manager. „Das System passt ja, deswegen haben wir auch nicht daran gedacht, etwas zu verändern. Aber für unser Spiel, mit viel Druck nach dem Service, brauchen wir halt topfitte Spieler.“