Punktgewinn gegen Favoriten. Die Waldviertler kämpfen sich ersatzgeschwächt gegen den Zweitplatzierten aus Slowenien in den Entscheidungssatz.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 30. Januar 2020 (11:34)

Zum Glück war in der Mitte des Feldes ein Netz gespannt, sonst hätte man die beiden in schwarz gekleideten Teams kaum auseinandergehalten. Das für die MEVZA-Tabelle so wichtige Duell mit Kamnik verlief nämlich über weite Strecken sehr ausgeglichen, Kleinigkeiten gaben in jedem Satz den Ausschlag. „Beide Teams hätten dieses Match gewinnen können“, bestätigte Gäste-Coach Gasper Ribic.

Sein Team schaffte es im Gegensatz zu den Waldviertlern aber, in den entscheidenden Momenten einen Gang hochzuschalten und die Hausherren in den Sätzen zwei, drei und fünf stehen zu lassen. Der erste Abschnitt verlief noch nach Wunsch der Nordmänner, die den zweiten Satzball dank eines kleinen Vorsprungs, den man sich durch drei starke Blockpunkte zu Beginn erarbeitete, in aller Ruhe verwerteten.

Waldviertel vergibt im dritten Satz Chancen

Recht schnell ging dafür der zweite Satz verloren. Kamnik hatte mit einem Ass bereits auf 20:13 erhöht, ehe die Waldviertler zwar wieder etwas mehr Selbstvertrauen zeigten, schlussendlich aber chancenlos waren.

Einen der Knackpunkte der spannenden Partie lieferte der dritte Abschnitt, den die Hausherren zwar mit einer leichten Führung begannen, bei eigenem Aufschlag aber wiederholt Chancen vergaben, den Slowenen davonzuziehen. So drehte sich das Momentum zu Gunsten der Gäste, die den Schalter in der Entscheidungsphase wieder umlegten und klar gewannen (16:25).

Den spektakulären vierten Satz beendete die Nordmänner dank zweier guter Aufschläge von Christopher Hahn mit 25:20, der sein Team damit in den Entscheidungssatz führte. Dieser ging allerdings wieder klar an Kamnik. Die Slowenen gingen mit 9:7 in Führung, zogen dann wieder das Tempo an und gewannen 15:10.

Dennoch sei man mit dem Ergebnis und dem einen Punkt zufrieden, meint Trainer Zdenek Smejkal: „Wir haben noch viele kranke und verletzte Spieler im Team haben. Ich bin stolz auf meine Jungs, dass sie den Favoriten so gefordert haben.“