Waldviertler gingen leer aus. Waldviertler zeigten gegen Ljubljana auf, verloren aber gegen den CL-Starter und gegen Gastgeber Zagreb 0:3.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 01. November 2017 (05:00)
Atteneder
Außenangreifer Ernest Plizga und seine Waldviertler standen beim MEVZA-Turnier in Zagreb auf verlorenem Posten.

Viel Zeit zum Verschnaufen hatten die Nordmänner nach dem Sieg in der Bundesliga gegen Weiz am Mittwoch nicht. Frühmorgens ging es am Nationalfeiertag Richtung Zagreb, wo das zweite Turnier der Mitteleuropäischen Liga auf dem Programm stand. Schon im Vorfeld rechnete Nordmann-Manager Werner Hahn für die Spiele gegen Ljubljana und Zagreb nicht unbedingt mit einem Spaziergang. Er sollte recht behalten. Mit zwei Niederlagen im Gepäck traten die Waldviertler am Samstag wieder die Heimreise an.

Gänzlich negativ fällt die Bilanz allerdings nicht aus. Speziell am Freitag gegen Champions-League-Starter ACH Volley Ljubljana zeigte die Smejkal-Truppe auf. Die Nordmänner konnten ihre absolut beste Saisonleistung abrufen und die Slowenen voll fordern – trotz 0:3-Niederlage. Zwei der drei verlorenen Sätze wurden erst in der Verlängerung entschieden. Eine starke Verteidigungsleistung (es wurden 48 Angriffe verteidigt) war der Grundstein dafür

„Wir haben toll gekämpft. So eine Leistung konnten wir in dieser Saison bis dato noch nicht abrufen“, frohlockte Hahn. „Vom Trainer bis zu den Spielern auf der Bank, hat jeder absolutes Lob verdient. Jetzt geht‘s aber vorerst ab ins Hotel. Morgen sind die Karten gegen Zagreb wieder neu gemischt.“

Neu gemischt ja, URW erhielt dabei aber das schlechtere Blatt, konnte nicht an die Leistung vom Vortag anschließen. Praktisch von Beginn an lief man gegen Zagreb, das ebenfalls die erste Partie gegen Ljubljana verloren hatte, einem Rückstand nach. Ab dem zweiten Durchgang kamen die Nordmänner besser ins Spiel, konnten aber nicht wirklich überzeugen. Zu viele Angriffe landeten im Block der Gastgeber. Nach etwas mehr als einer Stunde machte Zagreb den Sack zu und holte sich drei Punkte für die Tabelle.

„Wir waren vom Aufwärmen bis zum letzten Ballwechsel nicht richtig konzentriert“, ärgerte sich Trainer Zdenek Smejkal. „Trotzdem sind auch solche Spiele für die Weiterentwicklung einer Mannschaft wichtig.“