Neustart im Nachwuchs-Bereich steht bevor. Wie in Fußball-Akademien darf auch der Volleyball-Spitzennachwuchs bald wieder trainieren – wöchentliche Tests inklusive.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 27. Januar 2021 (02:10)
URW-Manager Werner Hahn ist froh über den Restart im Nachwuchsbereich.
URW

„Wir sind dankbar, dass wir als einer der wenigen Vereine überhaupt spielen dürfen. Das ist auch eine riesengroße Chance für uns“, pflegt URW-Sportchef Werner Hahn stets zu sagen, wenn er auf die Schwierigkeiten und den Aufwand, den die Aufrechterhaltung des Spitzensports in Coronazeiten mit sich bringt, zu sprechen kommt. In den nächsten Tagen wird der Aufwand noch größer werden. Denn neben den Profi-Nordmännern darf bald auch die U20-Mannschaft den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen.

Training plus Meisterschaft

Im Zuge der Öffnung des Nachwuchs-Spitzensport dürfen die Nachwuchsteams der Volleyball-Topklubs Österreichs analog zu den Fußball-Akademien wieder den Betrieb aufnehmen. „Darüber sind wir natürlich sehr froh. Wir werden auch alles daran setzen, unseren Nachwuchsspielern diese Möglichkeit zu bieten“, sagt Hahn. „Die sind nach der langen Pause schon heiß drauf, endlich wieder trainieren zu dürfen, sich wieder messen zu können.“

„Da ist der Verein schon gefordert, aber das muss es uns wert sein. Das sind wir den Jugendlichen schuldig. URW-Manager Werner Hahn

Denn parallel dazu wird auch eine bundesweite U20-Meisterschaft ausgetragen, mit regionalen Vorrunden und dann bundesweiten Finalspielen. „Wie die Meisterschaft dann im Detail ablaufen wird, das wird gerade noch ausgemacht“, betont Hahn.

Wöchentliche Tests, Ausnahmen, fixer Kader

Weitgehend fix sind hingegen die Richtlinien, unter denen der Trainings- und in weiterer Folge auch Spielbetrieb wieder aufgenommen werden darf. Ein Fixpunkt sind wöchentliche Testungen für Spieler und Betreuer. Zudem muss festgelegt werden, wer zum Kader zählt. „Es sieht so aus, als dürften wir dort jetzt 16 Spieler nominieren. Dann steht der Kader für die gesamte Meisterschaft“, sagt Hahn. „Ob wir dann immer alle zu den Spielen mitnehmen, entscheiden wir erst. Durch die Abstandsregeln dürfen nicht soviele Leute in die Autos wie sonst, wir müssen also auch mit mehr Autos zu den Auswärtsspielen fahren.“

Start schon am Wochenende?

Dazu steht URW ein Haufen Papierkram bevor, weil Spieler, Betreuer und Begleitpersonen von bestimmten Verordnungen wie der Ausgangssperre befreit werden müssen. „Da ist der Verein schon gefordert, neben den Profis steht dann ja zudem ein zweites Team im Betrieb. Aber das muss es uns wert sein. Das sind wir den Jugendlichen schuldig. Es ist eine coole Sache, dass den Jugendlichen ermöglicht wird, ihrem Sport wieder nachgehen zu können. Es geht dabei ja immerhin um die künftigen Leistungsträger, Nationalspieler“, betont Hahn, der hofft, dass bald die Teststrategie steht und Trainings beginnen können. „Dann werden wir schauen, wie es anläuft. Ich denke aber, dass es schon wichtig wäre, den Jugendlichen etwas Vorbereitungszeit zu ermöglichen, ehe es mit der Meisterschaft losgeht.“