Martin Licek: Frische Kraft für die Play-offs. Martin Licek (25) wollte sich beim URW Waldviertel fit halten – und wurde gleich verpflichtet.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 17. Februar 2021 (00:31)
Martin Licek wurde von Volejbal Brno an die Waldviertler verliehen.
privat

Unverhofft kam URW Waldviertel zu einer personellen Verstärkung für die entscheidende Phase der Meisterschaft. Weil Martin Licek in seiner tschechischen Heimat schon mit der Saison fertig war, schloss er sich vorige Woche den Nordmännern an und geigte bereits gegen Graz und Aich/Dob auf.

„Obwohl er sich noch an den schwereren Mikasa-Ball gewöhnen muss. Der in Tschechien verwendete Gala-Ball ist etwas leichter, da braucht‘s weniger Kraftaufwand“, gibt URW-Manager Werner Hahn zu bedenken. Er hält große Stücke auf Martin Licek. Der 25-jährige Tscheche spielte bisher in der tschechischen Bundesliga für Volejbal Brno, schied mit den Brünnern aber bereits zu Beginn des Play-offs aus. Platzierungsspiele gibt‘s in der CZ-Liga keine, daher wäre für Licek jetzt schon Pause angesagt gewesen.

„Transfer entfacht neue Dynamik im Team“

„Das wollte er nicht. Er hat bei Zdenek Smejkal gefragt, ob er nicht bei uns mittrainieren könnte. Ohne dass wir etwas davon haben, wollte sich unser Trainer aber darauf nicht einlassen. Also haben wir uns was einfallen lassen“, schildert Hahn. „Im Endeffekt haben wir uns auf einen Leihvertrag bis Ende Mai geeinigt. Licek ist im Saisonfinish für alle Bewerbe für uns spielberechtigt.“

Das kann sich als kluger Schachzug erweisen. Licek ist ein universell einsetzbarer Spieler, auf den die Nordmänner schon länger ein Auge geworfen hatten. Zudem entfacht der neue Spieler auch den Konkurrenzkampf neu. „Das bringt eine ganz neue Dynamik rein, jeder will sich beweisen“, schildert Hahn, der Licek vor allem auf der Außenangreifer-Position sieht. „Das wird sicher seine Zukunftsposition werden. Er kann aber auch als Diagonalangreifer oder Aufspieler eingesetzt werden.“

Nicht zuletzt wäre der Transfer im Hinblick auf die nächste Saison eine Option. „Mal schauen, ob wir ihn halten können, wenn er weiter so gut spielt“, bremst Hahn die Erwartungen.