Karriereende für Claudia Lösch? Zukunft ist noch offen. Mit zwei Medaillen kehrt Claudia Lösch aus Neupölla von den Paralympics aus Korea heim. Ob ihre Karriere weitergeht, will sie im Sommer entscheiden.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 21. März 2018 (02:44)
APA/Diener
Platz drei im Riesentorlauf bescherte Claudia Lösch den zweiten Podestplatz in Pyeongchang.

Mit der so ersehnten Goldmedaille wurde es diesmal nichts – dennoch kann Claudia Lösch wieder einmal stolz auf sich sein. Die 29-Jährige aus Neupölla legte nach der Silbernen im Super-G im Riesentorlauf nach und holte sich hinter der Japanerin Momoka Muraoka und der Niederländerin Linda van Impelen die Bronzemedaille. Insgesamt war das die neunte Medaille für Lösch bei Paralympischen Spielen.

„Gemischtes Resümee“ der Spiele in Korea

„Es war ein ganz verrücktes Rennen mit einem unerwarteten Resultat. Von den drei Top-Favoritinnen war ich am besten dabei, deshalb passt das. Die Freude über Bronze wird daher immer größer“, meinte die Waldviertlerin. Schon zuvor vergab sie Gold in der Kombination, indem sie sich am Weg zur besten Zeit am Slalom-Kurs „verfuhr“. Im abschließenden Spezial-Slalom wollte es ebenfalls nicht mehr mit Edelmetall klappen – hier schied Lösch im zweiten Durchgang aus.

Daher sprach sie nach dem letzten Bewerb von einem „gemischten Resümee“: „Einerseits freue ich mich über diese beiden Medaillen sehr, weil die Dichte und das Niveau in den vergangenen Jahren enorm zugenommen haben. Andererseits bleibt natürlich der Wermutstropfen der verpassen Goldmedaille – vor allem in der Abfahrt.“

Dass die Bewerbe in Pyeongchang die letzten Paralympics ihrer Karriere gewesen sind, steht bereits fest. Noch lässt Lösch, die am Dienstag aus Korea heimreiste, aber auch offen, ob es überhaupt mit der Ski-Karriere weitergeht. „Ob ich die nächste Saison in Angriff nehme, wird sich im Juni bzw. Juli herausstellen.“ Ein Anreiz wäre, dass es sich um eine WM-Saison handelt. Im März 2019 wird in Obersaxen (Schweiz) erneut um Medaillen gekämpft.

Zuvor geht‘s für Österreichs „Behindertensportlerin des Jahres“ in den Urlaub, danach steht eine Ellbogen-Operation am Programm. „Und dann werde ich mir erste Gedanken machen, wie es tatsächlich weitergeht.“

Ohne Medaille trat hingegen der Maissauer Martin Würz die Heimreise an. Nach Platz zehn im Riesentorlauf, schied der 24-Jährige in seiner Paradedisziplin Slalom aus.