Tiefenböck siegt beim elften Anlauf daheim. Lokalmatador Andreas Tiefenböck prolongiert beim Heimrennen in der Braustadt seine tolle Form.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 08. August 2018 (02:00)
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Andreas Tiefenböck hält erstmals in Zwettl die Siegertrophäe in Händen.

Am Samstag riefen 24 Zwettler Kosmopiloten beim Brauerei Radmarathon über hügelige 104, bzw. 54 Kilometer rund um die Bezirkshauptstadt Bestleistungen ab, allen voran Andreas Tiefenböck, der beim elften Versuch endlich das Heimrennen für sich entschied – nur eine Woche nach seinem Sieg in Purgstall. „Es läuft gerade“, lachte der Sallingberger.

Exakt 300 Radsportler starteten bei bestem Wetter aus den Hallen der Zwettler Brauerei Richtung Ratschenhof. In den ersten Anstiegen bis zur Labe nach Voitschlag übernahm das Amateurteam der Zwettler bei seinem Heimrennen die Verantwortung und machte das Tempo, ließ so erst gar keine frühen Fluchtversuche der Konkurrenz zu.

Knapp vor der Labe wurde dann attackiert und das Spitzenfeld zerfiel durch das hohe Tempo. Geschickt konnten die Kosmopiloten mit Paul Robl, Markus Stocklasser und Andreas Tiefenböck drei Fahrer in der etwa zwölf Mann zählenden Spitze platzieren. Zurück über Loschberg nach Zwettl versuchten die Teamkollegen den Sallingberger Tiefenböck so kraftsparend wie möglich in die Entscheidung zu bringen.

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Die Zwettler Kosmopiloten (Andreas Tiefenböck, 2.v.l) lieferten auch beim Heimrennen in der Braustadt großartige Ergebnisse ab, fuhren auf der Langstrecke dreimal in die Top 10.

Am weißen Berg Richtung Großweißenbach 50 Kilometer vor dem Ziel wurde dann allmählich Ernst gemacht. Durch hohes Tempo kristallisierte sich die Spitze weiter heraus, Tiefenböck konnte sich mit fünf bekannten Cracks der Szene absetzen. Die sechs Fahrer bauten ihren Vorsprung auf die Verfolger über die Runde via Voitschlag-Loschberg und Stift Zwettl schnell aus, ehe die Karten endgültig auf den Tisch gelegt wurden. Tiefenböck attackierte seine Kontrahenten Marco Marina und Martin Geretschnig und setzte sich in einem packenden Zielsprint samt Fotofinish gegen die beiden durch.

Dahinter wurde auch um die weiteren Platzierungen hart gekämpft. Stocklasser wurde noch starker Sechster, gewann damit in seiner Altersgruppe U50, wo Michael Köfalvi guter Dritter und im Gesamtklassement Elfter wurde. Paul Robl holte den neunten Platz, Hannes Gratz wurde 20ter, Mikolas Rost 23ter und Jürgen Thaler 35ter.