"Rennen alles nieder". Analyse & Vorschau / Beim starken Aufsteiger setzen die Zwettler wieder voll auf ihre kollektiven Vorzüge: Defensive, Laufen & Taktik.

Von Michael Salzer. Erstellt am 30. September 2014 (11:03)
Erfolgreich durchgewühlt. Mit seinen Treffern zum 1:0 und dem entscheidenden 4:2 sowie der Vorlage zum 3:2 war der Zwettler Gregor Schmidt (Mitte, gegen David Schnakl und Mario Merkl) eindeutig der Mann des Spiels.
NOEN, Mathias Schuster

EBREICHSDORF - ZWETTL, Freitag, 19.30 Uhr. Nach jeweils einem erzielten Treffer in den vorigen drei Runden ist die Offensivabteilung des SC Zwettl bei der 5:2-Gala gegen Mannsdorf quasi explodiert! „Wir haben uns bei beiden Gegentoren etwas patschert angestellt“, bilanzierte SCZ-Sektionsleiter Harald Resch. „Aber solange wir vorne fünf schießen, ist mir das auch wurscht.“ Das 3:2 bezeichnete er als eindeutigen „Knackpunkt“ der Partie, das 4:2 als die „Entscheidung“, das 5:2 als „Draufgabe“. Summa summarum stand letztlich auf der Stricherlliste von Harald Resch ein Verhältnis an klaren Torchancen von 8:4.

„Der Endstand ist vielleicht ein bisserl zu hoch, aber der Sieg vollkommen verdient.“ Das sah Manfred Wachter anders: „Im Endeffekt wäre ein Unentschieden wohl das richtige Ergebnis gewesen. Das 2:5 schaut ein bisschen dumm aus, aber jetzt können wir es eh nicht mehr ändern. Zwettl hat vorne mit Havelka, Schmidt und Grabovac drei gute, schnelle Spieler, die uns sehr weh getan haben.“

Ein Extra-Lob kam von Harald Resch für das Zwettler Trainer-Duo: „Miro Plocek und Luki Meisner stellen die Mannschaft perfekt ein. Jeder einzelne Spieler weiß genau, was zu tun ist. Dazu kommt die kollektive Laufstärke, mit der wir momentan alles niederrennen.“

Was den kommenden Gegner der Zwettler betrifft, so ärgerte sich Ebreichsdorf-Coach Goran Djuricin trotz des 1:0-Erfolges in Ober-Grafendorf über das Auftreten seiner Truppe: „Das war die schlechteste Leistung in dieser Saison.“ Dank eines Freistoß-Treffers von Marco Anderst bezwang der Aufsteiger den Absteiger knapp, vergab aber drei weitere Sitzer. „Die Kernfrage ist, ob wir hinten stabil stehen. Falls Ja, dann ist alles möglich“, sagte Harald Resch vor dem Auswärtsspiel. „Denn vorne werden wir sicher wieder unsere Chancen kriegen.“