Meisner: "Team ist besser und flexibler". Die Schremser wehrten sich eine Stunde lang, doch letztlich feierten die Zwettler einen verdienten Heimsieg.

Von Michael Salzer. Erstellt am 22. Juli 2014 (11:27)
Das neue SCZ-Team (von links: Günter Schrenk, Gregor Schmidt, Philipp Preiss) zeigte gleich im ersten richtigen Testspiel auf und will besser abschneiden als im vorigen Spieljahr.
NOEN, Michael Salzer

Im ersten ernsthaften Test gegen Schrems lieferte die neuformierte, fast komplette (Florian Metz ist noch im Urlaub) Kampfmannschaft des SC Zwettl eine wechselhafte, doch in Summe positive Gesamtleistung ab.

Das Match begann mit einem Supertor: Vladimir Dobal brachte eine perfekte, scharfe Flanke zur Mitte, Thomas Müllner köpfelte wuchtig ein – 1:0 (2.). Die Zwettler drückten weiterhin aufs Tempo, Dobal fabrizierte mit einem herrlichen Freistoß einen Lattenpendler (16.). Doch dann endeten die heimischen Vorwärtsbewegungen meist im Mittelfeld-Geplänkel, so sahen die etwa 120 Zuschauer kein besonders attraktives Match mehr. Kurz vor der Pause wurden die Hausherren für ihre Schwächephase mit dem Ausgleich per Adam-Freistoß bestraft.

Nach der Pause kam wieder deutlich mehr Schwung in die Partie: Gregor Schmidt erzielte das 2:1, auf der anderen Seite stellte Bernhard Brantner im dritten Versuch auf 2:2. Nach einer Stunde machten sich die konditionellen Vorteile der SCZ-Kicker immer deutlicher bemerkbar, und der Mann des Spiels erzielte den entscheidenden Treffer: Vladimir Dobal drosch das Leder spektakulär ins lange Eck – 3:2 (67.). Den Schlusspunkt setzte Kapitän Günter Schrenk, indem er nach Schmidt-Zuspiel scharf und flach einnetzte (82.).

„Die wichtigste Erkenntnis nach den ersten Testspielen ist die, dass wir einen größeren Kader als im Vorjahr haben, auf alle Fälle besser und flexibler sind“, bilanzierte Co-Trainer Lukas Meisner. „Wir haben im Training gleich ordentlich Gas gegeben, jetzt sind die Spieler wesentlich bissiger und lauffreudiger als im Frühjahr. Die Steigerung ist bei Vladimir Dobal besonders deutlich erkennbar, das hat wahrscheinlich jeder Zuschauer gesehen.“