SC Zwettl verschenkte den Dreipunkter. Die SCZ-Kicker vergaben in Summe fünf Großchancen, die Kottingbrunner fuhren mit einem glücklichen Zähler heim.

Von Michael Salzer. Erstellt am 16. September 2014 (11:15)
Zur Pause war das 1:1 noch leistungsgerecht, nach 90 Minuten allerdings nicht mehr: Der ASK Kottingbrunn (links: Marvi Konci) agierte nur in der Anfangsphase wie ein echter Titelkandidat, der SC Zwettl (rechts: Gregor Schmidt) war im zweiten Durchgang in allen Bereichen besser.
NOEN, Michael Salzer

ZWETTL - KOTTINGBRUNN 1:1. Das Match begann mit einem typischen Paradoxon des Fußballs: Kottingbrunn drückte gleich vom Anpfiff weg mächtig an, konnte aber die stabile heimische Abwehr nicht entscheidend durchbrechen. Auf der anderen Seite ging der SC Zwettl in Führung: Nach Dobal-Flanke befördert Gregor Schmidt das Leder per Kopf in die zentrale Gefahrenzone, dort steht Thomas Müllner und netzt volley ins lange Eck – 1:0 (12.).

Neun Minuten später war es erneut Müllner, der richtig bzw. alleine vor dem gegnerischen Kasten stand, diesmal aber leicht wegrutschte und die Riesenchance auf das 2:0 verhaute.

Die Zwettler spielten stark, aber uneffizient

Dann, just als der Eindruck entstanden war, die Waldviertler hätten alles unter Kontrolle, schlugen die Kottingbrunner zu: Marco Miesenböck nützt einen kurzen Moment der Unachtsamkeit in der SCZ-Abwehr, marschiert einfach durch die Mitte und schließt komplett unbedrängt ab – 1:1 (30.).

Der zweite Durchgang wurde mit einem gefährlichen Freistoß der Gäste eröffnet. Doch danach waren es nur mehr die Zwettler, die konkrete Torgefahr erzeugten: Gregor Schmidt traf aus drei Metern, aber aus spitzem Winkel, nur die Außenstange (53.), Lorenz Grabovac schoss aus kurzer Distanz drüber (72.). Letztlich verhinderte ASK-Goalie Jozef Hros den verdienten Heimsieg: Zuerst rettete er mit einer Fußabwehr gegen Schmidt (80.), wenige Sekunden später zauberte er einen prächtigen Direktschuss von Thomas Müllner aus dem Kreuzeck (81.).