Schrenk: "Das war viel zu wenig". SC Zwettl alt / Nach der enttäuschenden Herbstsaison machten die Waldviertler im Frühjahr noch weniger Punkte - Rang 12.

Von Michael Salzer. Erstellt am 17. Juni 2014 (11:24)
NOEN, Michael Salzer
Bewegte Zeiten. Kapitän Günter Schrenk (li.) analysierte die verpatzte Landesliga-Saison, Ronald Eigner (re.) ist schon in Richtung Schweiggers gesprintet, der SC Zwettl wird nun völlig neu aufgestellt.

Die Zwettler Kicker hatten schon den Herbst 2013 mit 18 Punkten (20:28 Tore) verpatzt. Doch im Frühjahr 2014 kam es noch schlimmer: 16 Zähler (24:30 Tore) – das kampflose 3:0 über Götzendorf inklusive. Richtige Triumphe am grünen Rasen gelangen nur beim Saisonstart am 7. März in Mistelbach (3:1), dann nach einer zweimonatigen Durststrecke daheim gegen Spratzern (3:0) und Ende Mai gegen Ardagger (3:1). Die weiteren vier Punkte wurden mit Remis (gegen St. Peter, Würmla, Schwadorf, Langenrohr) erobert.

Ansonsten kassierten die Zwettler sieben, immerhin meist knappe Niederlagen. Nach dem Saison-Schlusspfiff und dem Aus für Trainer Frantisek Cipro (nach nur acht Monaten) gab sich die Klubführung ziemlich wortkarg. „Aus und vorbei! Von der alten Saison will ich gar nichts mehr wissen. Wir schauen lieber nach vorne“, sagte Sektionsleiter Harald Resch.

Viele Faktoren führten in die Abwärtsspirale 

Dafür fand SCZ-Kapitän Günter Schrenk im NÖN-Gespräche klare Worte: „Die ganze Problematik hat schon in der Vorbereitung begonnen: Wir haben nur dreimal pro Woche trainiert, das war viel zu wenig. Die Trainingsgestaltung war schlecht und einseitig.“ In der Meisterschaft sei es dann noch schlimmer gekommen: „Wir waren überhaupt nicht auf den Gegner vorbereitet, haben einfach aus dem Bauch heraus gespielt. Für die Landesliga reicht das bei weitem nicht mehr.“ Weitere Faktoren, die zur der Abwärtsspirale beigetragen haben: Die Trainingsbeteiligung sei deutlich gesunken, die Disziplin habe nachgelassen – im Frühjahr wurden fünf Zwettler ausgeschlossen (Rot: Christian Brunner, Klamert, Schrenk; Gelb-Rot: Husejnovic 2x, Dobal), hinzu kamen sieben Gelb-Sperren.

Nur die Zusammenarbeit mit dem mehrfachen Interimstrainer Lukas Meisner sei laut Günter Schrenk professionell gewesen: „Im Training waren neue Impulse da, für die Spiele haben wir eine Woche davor achtseitige Matchpläne bekommen.“ Als größte Enttäuschung in der Rückrunde bezeichnete der Zwettler Kapitän die Derby-Heimpleite gegen Waidhofen/ Thaya (1:3), als positivsten Aspekt nannte er den Klassenerhalt.