Laufinitiative: Naderer hat das Waldviertel im Visier. Das Projekt „Laufinitiative 2020“ des Maissauers Walter Naderer will nun auch bei den Waldviertler Schulen punkten.

Von Bernd Dangl und Cornelia Grotte. Erstellt am 10. Mai 2017 (02:46)
Walter Naderer, Landtagsabgeordneter und Initiator der Laufinitiative 2020.
privat

Mit sechs teilnehmenden Schulen startete die „Laufinitiative 2020“ des LURS Maissau im Jahr 2015 in der Kleinregion Manhartsberg, die Schulen im Bezirk Horn und Hollabrunn umfasst.

Im Schuljahr 2016/2017 nehmen bereits 30 Schulen aus vier Bezirken – neu kamen Korneuburg und Tulln dazu – teil. Und die Initiative soll weiter wachsen. Neben den Bezirken St. Pölten und Krems nimmt Initiator Walter Naderer das obere Waldviertel ins Visier. Schulen in den Bezirken Waidhofen, Gmünd und Zwettl sollen ins Projekt miteinsteigen.

„Das muss parallel mit dem Waldviertler Laufcup passieren“, so Naderer, der als fraktionsloser Landtagsabgeordneter die Politik für unabdingbar bei diesem Projekt hält. „Wir brauchen die Politik, wir brauchen die Verbände. Als One Man-Show funktioniert das nicht.“ Aktuell klappert der Maissauer Unternehmer Schule für Schule ab, um dort mit den Kids zu trainieren sowie Trainingspläne zu hinterlassen, auf die die Lehrkräfte im Turnunterricht zurückgreifen können.

„Wir brauchen die Verbände“

Ziel der Initiative ist es, möglichst viele Kinder für den Laufsport zu begeistern. Im günstigsten Fall nimmt der Großteil bei Laufveranstaltungen in der Nähe des jeweiligen Schulstandortes teil. Dieser Zuwachs erfordert aber auch mehr Trainer und eine bessere Koordination des Projekts über die Schulen.

„Wenn wir die Strukturen vom Land Niederösterreich nutzen dürfen, können wir das Projekt auch in ganz Niederösterreich aufziehen“, so Naderer. Dabei zählt er vor allem auf die Zusammenarbeit mit den Dachverbänden Sportunion, ASKÖ und ASVÖ. „Um das Format als solches auch auf Niederösterreich ausweiten zu können, brauchen wir die Verbände.“

Zusätzlich habe er bereits mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner über eine Unterstützung vom Land gesprochen. „Sie hat mir zugesagt, dass sie die Initiative unterstützen wird. In welchem Format oder Rahmen ist noch nicht klar“, berichtet er. Beim Projekt selbst soll die Freude der Kids im Mittelpunkt stehen: „Es gibt Kinder, die können keine drei Kniebeugen machen. Genau diese Kinder wollen wir mit unserer Initiative zum Sport bringen.“