Der letzte Akt der MEVZA-Saison. Nach dem erfolgreichen Doppelschlag steigen für die Nordmänner die letzten internationalen Partien.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 24. Januar 2018 (03:00)
Gegen Weiz musste Matiss Gabdullins den Waldviertlern den Spielfluss bringen, in Klagenfurt konnte er aber etwas pausieren.
Atteneder

Vieles war neu am vergangenen Wochenende für die SG Union Waldviertel. Die zwei Spiele binnen 24 Stunden stellten die Vorausplanung etwas auf den Kopf. Unterm Strich stand allerdings nichts Neues. Die Nordmänner fertigten sowohl Weiz daheim als auch Klagenfurt auswärts am Sonntag klar und deutlich ab.

Das Heimmatch gegen Weiz begann allerdings gleich einmal mit einer Überraschung. Trainer Zdenek Smejkal schickte die Waldviertler in veränderter Grundaufstellung aufs Parkett – unter anderem fehlte Topscorer Matiss Gabdullins. So taten sich die Hausherren aber schwer, kamen nicht ins Spiel. Nach dem 4:8-Rückstand nahm „Smejk“ eine Auszeit, stellte um. Das Spiel wurde besser, der Satz ging aber knapp an die Steirer.

Mit Gabdullins kam die Überlegenheit

Ab dem zweiten Satz stand die gewohnte Grundsechs der Nordmänner am Feld. Der Set wurde mit elf Punkten Vorsprung gewonnen, auch der dritte Satz ging klar an die Heimischen. Weiz wehrte sich aber nach Leibeskräften. Und der vierte Abschnitt war schließlich hart umkämpft, ging aber knapp an URW. „Das erwartet schwere Spiel“, schnaufte Manager Werner Hahn durch. „Durch Kampfgeist haben wir wichtige drei Punkte geholt.“

Nach kurzer Regenerationsphase stand am Sonntagnachmittag schon das Spiel in Klagenfurt an. Mit dem Vorletzten mussten sich die Nordmänner aber nur im ersten, von Eigenfehler durchsetzten Satz plagen. „Wir haben die Aufgabe recht gut gelöst. Zwei Spiele innerhalb von 24 Stunden sind schließlich nicht alltäglich“, resümierte Smejkal, dessen Mannen mit den zwei Siegen auf den zweiten Platz der Tabelle vorrückten.

„Wir werden voll angreifen und hoffentlich den einen oder anderen Punkt mitnehmen.“Werner Hahn über das letzte internationale Abenteuer

Dort will man auch am Ende des Grunddurchgangs sitzen. Bevor es da aber in die heiße Phase geht, gibt‘s für die Waldviertler einen letzten Auftritt auf internationaler Bühne. Im slowakischen Nitra steht am Donnerstag und Freitag das letzte MEVZA-Turnier gegen die Hausherren, wo es ein Wiedersehen mit dem Ex-Waldviertler Toni Menner geben wird, und Spartak Myjava, an.

„Die Spiele kommen gerade zum richtigen Zeitpunkt“, weiß Hahn. „Jetzt, wo der AVL-Grunddurchgang in die entscheidende Phase kommt, sind solche Begegnungen unglaublich wichtig. Wir werden voll angreifen und hoffentlich den einen oder anderen Punkt mitnehmen.“