Stark wie immer. „Iron-Alex“ Frühwirth (45) bewies in Klagenfurt einmal mehr, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört – Rang 21.

Von Michael Salzer. Erstellt am 01. Juli 2014 (09:31)
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Alexander Frühwirth (45)

Rang 21 in der Gesamtwertung, zweitschnellster Amateur bzw. Age Group-Starter, Sieg in seiner Altersklasse M45-49: Alexander Frühwirth ist und bleibt das größte Triathlon-Aushängeschild des Waldviertels, landete nur eine Woche nach seinen zwei Silbermedaillen bei der Age Group-EM in Kitzbühel auch beim großen Ironman-Event in Klagenfurt im Spitzenfeld.

Überrollt von einem  80-Personen-Pulk

Nach dem frühmorgendlichen Sprung in den Wörthersee am Sonntag um 6.45 Uhr legte Frühwirth eine gute Schwimmzeit hin, absolvierte die 3,8 Kilometer in 51:32 Minuten. Nach dem schnellen Wechsel auf Rad kurbelte der ausdauernde Biobauer aus Kirchberg/Wild lange Zeit an der Seite von Lisa Hütthaler, bis dahin die schnellste Frau im Feld, und zeigte Respekt. „Unglaublich, wie sie Druck macht am Rad. Die ist wirklich ein Viech!“ Doch dann wurde das Duo von einem etwa 80 Athleten (!) umfassenden Pulk eingeholt bzw. überrollt, somit der Rennverlauf auf den Kopf gestellt.

„So einen Riesenhaufen hab‘ ich noch nie gesehen“, ärgerte sich Frühwirth. „Natürlich sind die alle voll im Windschatten ihrer Vorderleute gefahren, bei so einer Masse können die Kampfrichter ja nichts mehr machen. Leider war somit meine Leistung davor ziemlich wertlos.“ Nach 180 Kilometern und 4:48:57 Stunden gelang wieder ein schneller Wechsel in die Laufschuhe. Die Marathon-Distanz absolvierte der langatmige Waldviertler in der starken Zeit von 2:57:08 Stunden.

„Ich habe mehr als 50 Profis hinter mir gelassen"

Die Ziellinie passierte der „Iron-Alex“ nach 8:42:38 Stunden insgesamt, um ganze vier Sekunden vor der letztlich schnellsten Triathletin, Linsey Corbin (USA). „Gottseidank habe ich die Frauen noch halbwegs unter Kontrolle“, scherzte Frühwirth – fügte aber ernsthaft hinzu: „Ich habe mehr als 50 Profis hinter mir gelassen. Das ist schon eine große Motivation und Genugtuung, weil es zeigt, dass ich immer noch gut drauf bin.“

Als seine größten verbleibenden Ziele in der laufenden Saison nennt Frühwirth die 70.3 und Duathlon-Europameisterschaft sowie den traditionsreichen Langdistanz-Bewerb in Podersdorf.

Hintergrund

  • Die Triathlon-Karriere des Alexander Frühwirth (45), Biobauer in Kirchberg/Wild, begann vor 20 Jahren mit dem ersten großen Erfolg: Gold bei der Amateur-Weltmeisterschaft in Schweden. Zuvor war er als Biathlet aktiv, holte u.a. einen Junioren-Staatsmeistertitel.

  • Den Austria Triathlon in Podersdorf gewann Frühwirth ab 2001 sechs Mal in Folge. Er war schon sechs Mal Staatsmeister über die Langdistanz, Weltmeister im Wintertriathlon und sieben Mal bei der Ironman-WM auf Hawaii dabei.

  • In Klagenfurt ist „Iron-Alex“ zuletzt zum 14. Mal in Folge gestartet, unter fast 3000 Startern auf Rang 21 gelandet.