Erstellt am 11. Januar 2017, 05:00

von Michael Salzer

Tiroler Lehrstunde für die Waldviertler. Die Union Waldviertel wurde vom Serienmeister überrollt, unterlag in 62 Minuten mit 0:3.

Der positive Aspekt: Markus Berger (re.) feierte seinen späten, aber starken Einstand bei der Union Waldviertel.  |  NOEN

Nach dem überraschenden Satzgewinn beim Hinspiel in Innsbruck ist die Union Raiffeisen Waldviertel mit hohen Erwartungen ins neue Sportjahr bzw. ins Spitzenspiel gegen den Serienmeister gestartet.

Doch vor den Augen von Ex- und zukünftigen Trainer Zdenek Smejkal wurde es eine echte Lehrstunde für die Gastgeber. Die Tiroler servierten bärenstark, überzeugten mit mächtigen Blocks und wuchtigen Angriffen, waren schlicht in allen Bereichen klar überlegen.

Der heimische Block war vor allem gegen Renee Teppan, den langen estnischen Diagonalangreifer, machtlos. Auf der anderen Seite war Matiss Gabdullis, der litauische Liga-Topscorer der Nordmänner, durch eine Knöchelverletzung gehandicapt – er punktete nur fünf Mal.

Tiroler waren in allen Bereichen überlegen

Die Zahl der Gesamtpunkte (43:75) ist ebenso aussagekräftig wie die Block-Statistik (3:15). Nur den zweiten Satz konnten die Waldviertler etwas spannender gestalten, doch bei den Big Points schlugen die Gäste wieder knallhart zu – 19:25.

Der positivste Aspekt des Spitzenspiels: Der Tiroler Markus Berger konnte nach seiner Verpflichtung im Sommer und nach der langen Verletzungspause (Anm.: Muskelfaserriss im Oberschenkel) erstmals für die Waldviertler antreten. Und er machte seine Sache mehr als nur gut, wurde von Hypo-Coach Daniel Gavan prompt zum Man of the Match aufseiten der Waldviertler gewählt.

„Die Tiroler haben uns gezeigt, dass sie die klare Nummer eins in der Liga sind“, analysierte Peter Hiemetzberger, Co-Trainer bei der Union Raiffeisen Waldviertel. „Unsere Taktik und auch die Verteidigung waren okay. Aber die Tiroler haben am Service extrem viel Druck gemacht, dadurch hatten wir Probleme beim Sideout.“

Zu den letzten vier Spielen des Grunddurchgangs treten die Waldviertler jeweils als klare Favoriten an: Klagenfurt (A), Salzburg (H), Supervolley OÖ (A) und Ried (H) bilden das Unterhaus der AVL-Tabelle…