Erstellt am 11. Januar 2017, 05:00

von Wolfgang Wallner

Fünf Kern-Tore knacken Tullner. Torfestival in Zwettl: Waldviertler Spielgemeinschaft festigt mit 16:12 gegen die Tullner Hummels den zweiten Platz.

Der Zwettler Gregor Preißl (re.) machte im Finish den Deckel drauf – in einem unglaublichen Eishockey-Match, bei dem die wetterfesten Zuschauer 28 Tore zu sehen bekamen.  |  Horst Sommer

KREMS/ZWETTL - TULLN 16:12. Die Entscheidung fällt schwer: Mehr Schneeflocken oder mehr Tore! Der Wintereinbruch sorgte in Zwettl für Spielbedingungen am Rande der Regularität. „Gut, dass unser Torhüter im dichten Schneetreiben den Durchblick behalten hat“, lobt Spielertrainer Nico Toff. Der Goalie hieß Andreas Rabl. Weil Stammkeeper Florian Goriupp aus beruflichen Gründen im Frühjahr nicht mehr zur Verfügung steht, rückt Rabl zur Nummer eins auf.

Toff weiß: „Beide Teams hatten mit der Witterung zu kämpfen!“ Immer wieder musste die Partie unterbrochen werden, weil sich zu viel Schnee auf der Eisfläche gesammelt und der Puck mehr „Bodenhaftung“ als üblich hatte. Die ersatzgeschwächten Hummels kamen gut ins Spiel, gingen sogar mit 4:2 in Führung. Patrick Kern glich mit einem Doppelpack binnen 43 Sekunden aus.

Und in dieser Tonart ging‘s weiter, Mitte des zweiten Abschnitts lagen die Waldviertler schon mit 11:4 vorne. Offensiv glänzte vor allem die erste Linie der Waldviertler mit Toff, Kern und Kral. Das Spiel hätte eigentlich entschieden sein sollen – doch nicht bei diesen verrückten Bedingungen. Die Tullner kamen noch einmal auf 11:13 heran, ehe Nico Toff, Gregor Preißl und Patrick „Fünferpack“ Kern in den letzten vier Minuten den Sack noch zu machten für die Waldviertler Hockeycracks.

KREMS/ZWETTL - STOCKERAU 5:4. Aus dem erhofften Kantersieg wurde nichts! „Eine klassische Neujahrspartie, wir hatten schwere Beine“, seufzt Kapitän Bernd Parycek. In einer zerpfiffenen Partien gab‘s weit mehr Strafen als Tore zu sehen. Bis Trainer Nico Toff seinen Jungs den „Schongang“ verordnete. Ab Minute 37 kamen die Waldviertler ohne Unterzahlsituation aus.

Und schwenkten damit auf die Siegerstraße ein. Zwar konnte das noch punktelose Schlusslicht auf 4:4 ausgeleichen, doch in der 50. Minute sorgte Ladislav Vitovec für die Entscheidung. Der Tscheche zeichnete nicht nur für das Goldtor verantwortlich, sondern lieferte auch drei Assists im Rahmen des „Pflichtsiegs“ am vergangenen Mittwoch.