Trainer Michał Peciakowski: „War sogar mehr drin“. Die U12 der Nordmänner holte bei der Österreich-Meisterschaft in Graz den neunten Platz. Eine bittere Verletzung verhinderte eine bessere Platzierung.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 15. Mai 2019 (00:13)
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Trainer Michał Peciakowski mit Maximilian Kastner, Valentin Schmid, Jonas Wagner, Simon Dräger, Jakob Seemann und Leon Scheikl.

Die äußerst erfolgreiche Saison der jungen Nordmänner fand am Wochenende seinen Abschluss in Graz. RAZ-Leiter und Nachwuchstrainer Michał Peciakowski schickte sich mit der U12 der Nordmänner an, auch auf Bundesebene einen Spitzenplatz zu erringen.

„Leider haben wir an der Mannschaft etwas herumbasteln müssen“, verrät der Betreuer. Denn mit Sebastian Pichler fiel eine wichtige Stütze im Kampf um die Medaillen aus. „Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns, hat sich aber eine Woche vorher vor dem Training beim Stiegensteigen verletzt“, erzählt Peciakowski. Zunächst wurde beim jungen Pichler ein Kreuz- und Seitenbandriss befürchtet. „Zum Glück war es ‚nur‘ der Meniskus.“

„Es war sogar mehr drin. Ich traue mich sagen, dass wir ohne den Ausfall eine Medaille geholt hätten“Nachwuchstrainer Michał Peciakowski

Für Pichler kamen die U11-Spieler Leon Scheikl und Jakob Seemann mit in die Steiermark. „Sie haben die Lücke gut ausgefüllt, aber aus körperlicher Sicht war einfach nicht mehr möglich. In dem Alter wirkt ein Jahr wie zehn“, weiß Peciakowski. So gingen die ersten zwei Gruppenspiele verloren, ein Sieg gegen Hypo Tirol reichte nicht für das Meister-Play-off. Mit zwei Siegen gegen Graz und Brixental holte man aber immerhin den ersten Platz im unteren Play-off und wurde insgesamt Neunter. Meister wurden die hotVolleys Wien.

„Es war sogar mehr drin. Ich traue mich sagen, dass wir ohne den Ausfall eine Medaille geholt hätten“, meint der Trainer. „Ich habe die Jungs danach getröstet und gesagt, dass sie nächstes Jahr wieder die Chance haben. Aber ich glaube, das habe ich mir mehr selber einreden müssen. Die Spieler waren vielleicht fünf Minuten lang enttäuscht.“

Mit einem Rückblick auf die abgelaufene Saison im Nachwuchs kann sich auch Peciakowski wieder aufmuntern. Von der U11 bis zur U19 durfte er mit seinen Teams über fünf Medaillen bei Landesmeisterschaften jubeln, zweimal holten die Nordmänner Gold. „Fast jede Altersklasse hat eine geholt. Auch mit der U17 waren wir voll dabei, haben es nur knapp verpasst. Es war eine überaus erfolgreiche Saison. Es freut mich, dass immer mehr gute Sportler zum Volleyball kommen.“