Covid: Nordmänner bangen um weitere Ausfälle

Erstellt am 19. Januar 2022 | 02:20
Lesezeit: 3 Min
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An Covid führte für Marek Sulc und seiner Nordmänner kein Weg vorbei. Die Europacup-Spiele gegen Halkbank Ankara fielen wegen einer Infektion ins Wasser.
Foto: Franz Atteneder
URW-Spieler positiv getestet, Europacup- Partien mussten kurzfristig abgesagt werden. Weiteres noch ungewiss.
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Die Vorfreude auf die Europacup-Reise in die Türkei war groß im Lager der Waldviertler Volleyballer. Einmal bei Topklub Halkbank Ankara in die wirklich große Volleyballwelt schnuppern. Umso größer war die Ernüchterung am Montag, als das Viertelfinale zum CEV Challenge Cup wegen einer Corona-Infektion im Lager der Nordmänner abgesagt werden musste.

„Leider. Aber die CEV hat sehr strenge Regeln, was Corona anbelangt. Noch mehr jetzt mit der sich schnell verbreitenden Variante. Was natürlich verständlich ist. Da kannst du kein Risiko eingehen“, sagt URW-Manager Werner Hahn. „Wir haben als Spitzensportler das Privileg, unseren Sport trotz der Situation auf der Welt immer ausüben zu können. Aber es gibt einfach Grenzen.“

In diesem Fall war es ein positiver Coronatest am Sonntagabend, als die gesamte Mannschaft zum letzten Mal vor dem Abflug in die Türkei am Montag noch einmal komplett getestet wurde.

„Wir haben den Spieler zwar sofort abgesondert, als wir gesehen haben, dass der Test positiv ausfällt. Aber er hatte ja vorhin trotzdem ständig Kontakt mit dem restlichen Team“, erklärt Hahn. „Da ist das Risiko einfach zu groß.“ Zumal dann im Fall eines dennoch durchgezogenen Fluges nach Ankara bei weiteren Infektionen womöglich eine Quarantäne in der Türkei gedroht hätte.

„Wir haben sehr lange hin und her überlegt, mit FIVB (Volleyball-Weltverband; Anm.) und CEV Rücksprache gehalten, uns im Endeffekt aber dann für die Absage entschieden. So weh es tut…“, sagt Hahn. „Das ist natürlich ein Schaden für uns, mit der wochenlange Arbeit, besonders von Peter Hiemetzberger, der die Spiele und alles rundherum organisiert hat, zunichtegemacht wird. Aber die Gesundheit geht einfach vor.“

Zu tun war dann auch am Montag sehr viel. Die Absagen brachten Gespräche mit FIVB und CEV, dazu mussten die Flüge für die Mannschaft und das Staff storniert werden. Alles binnen kürzester Zeit. Denn am späten Montagnachmittag wäre es für URW Richtung Türkei gegangen. Dienstag und Mittwoch hätten die Spiele stattgefunden…

Damit haben die Waldviertler jetzt auf jeden Fall eine kleine Spielpause. Die nächsten Spiele sind am Wochenende mit dem Auswärtsspiel in Ried und dem Cup-Halbfinale in Zwettl gegen Weiz angesetzt. Ob die Covid-Infektion noch weitere Auswirkungen, also Matchabsagen, für URW mit sich bringt, ließ sich zu Redaktionsschluss noch nicht abschätzen.

„Derzeit ist nur der eine Spieler positiv getestet. Ihm geht es auch gut, er hat nur einen leichten Schnupfen, ist aber natürlich in Quarantäne“, erklärte Hahn am Montagabend. „Ob da jetzt bei der restlichen Mannschaft noch was kommt, wird sich zeigen. Wir können nur regelmäßig testen und schauen.“