Drei Neue bei den Nordmännern. Transferzeit für URW-Manager Werner Hahn abgeschlossen. Auch die Konkurrenz war in der Saisonpause fleißig.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 11. September 2019 (00:56)
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Zwei Waldviertler suchen eine neue Herausforderung. Leo Schober (li.) heuert bei Ligakonkurrent Amstetten an, Ernest Plizga (re.) geht in die Schweiz.

Waldviertels Volleyballer stehen schon wieder voll im Saft und auch für Manager Werner Hahn ist eine der schwierigen Phasen der Vorbereitung abgeschlossen. Drei Spieler verließen die URW, drei Neue holte der Funktionär dazu. Gegen alte und viele neue Gegner geht es ab Ende September in die neue Saison.

Ein bitterer Abgang ist jener von Ernest Plizga, den Stammspieler letzter Saison zog es nach Näfels in die Schweiz. Der Engländer Andrew Clayton ging zurück auf die Insel, Leo Schober unterschrieb beim Ligakonkurrenten Amstetten.

Dafür vermeldeten die Waldviertler drei interessante Neuzugänge. Der 27-jährige französische Außenangreifer Arthur Darmois ging den umgekehrten Weg und kam von Amstetten zu den Nordmännern. Die zwei neuen Mittelblocker Maciej Borris aus Polen und der Niederländer Niels de Vries stellen für Hahn zumindest körperlich ein Upgrade dar. „Sie haben gute Voraussetzungen. Mit 2,02 und 2,07 Metern sind wir da voll dabei.“

Mannschaft aus Wien „eine Bereicherung“

Aber auch die Konkurrenz habe in der Saisonpause nicht geschlafen, viele Teams hätten sich gut verstärkt, erklärt der Manager. „Alle Vereine geben heuer Gas, das taugt mir total. Die Liga wird sehr interessant werden. Unser Ziel ist es, im Grunddurchgang unter die Top vier zu kommen und dann ins Halbfinale.“ Auf dem Weg dahin trifft man endlich auch wieder auf eine Mannschaft aus Wien. Aufsteiger Sokol ist für Hahn eine Wundertüte. „Von ganz vorne bis Abstieg ist alles drin. Sie haben das Potenzial, ordentlich zu investieren. Eine Bereicherung ist eine Mannschaft aus der Bundeshauptstadt sowieso.“

Auch auf europäischer Ebene bekommt man es mit neuen Gesichtern zu tun. Brčko (Bosnien und Herzegowina), Kaštela (Kroatien) und die Slowenen aus Maribor bereichern die MEVZA. Eine Zielsetzung für den internationalen Bewerb gibt es nicht: „Je besser wir abschneiden, desto besser. Diese Spiele sind ein Bonus für die Zuschauer und für die Spieler, um sich zu präsentieren.“

Vor dem Auftakt gegen Graz am 29. September plagt die Waldviertler ein „Luxusproblem“, wie Hahn bemerkt. „Pavel Bartos spielt mit der tschechischen Nationalmannschaft bei der EM, Nachwuchs hat er auch bekommen. Er kriegt vielleicht eine Pause.“ Das Programm wird ohnehin heftig genug, weiß er. „Durch die EM fangen wir später an und zu Weihnachten gibt es Länderspielpause. Dadurch rückt alles enger zusammen. Der Zeitplan ist heuer mega.“