Erfolgreiches Drumherum. URW-Obfrau Silvia Atteneder zieht nach Österreichs Sieg gegen Portugal in Zwettl eine überaus positive Bilanz aus sportlicher und organisatorischer Sicht.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 29. August 2018 (02:15)
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URW-Obfrau Silvia Atteneder mit ÖVV-Präsident Gernot Leitner.

Nach einem 0:3 im ersten Spiel gegen Portugal war für Österreichs Volleyball-Herren in der Zwettler Sporthalle Wiedergutmachung angesagt. „Ich habe ehrlich gesagt nicht mehr gedacht, dass die Herren das noch schaffen, aber sie haben das Heft in die Hand genommen“, strahlte URW-Obfrau Silvia Atteneder. „Mit Paul Buchegger ist der beste Spieler kurz zuvor mit einem Meniskusschaden ausgefallen, er ist sogar schon operiert worden. Für ihn ist Thomas Zass hineingerutscht und hat gleich das Spiel seines Lebens gemacht. Ich habe danach mit ihm gesprochen, er war begeistert.“

Für Atteneder war das Ländermatch in „ihrer“ Halle ein weiterer wichtiger Schritt um das Waldviertel als Volleyball-Hotspot zu positionieren. „Auch wenn wir nicht die ganz großen Möglichkeiten haben, wir wollen zur Volleyball-Hauptstadt werden. Man sieht, dass man auch im Waldviertel mit Know-How und Engagement etwas auf die Beine stellen kann, und mit dem Volleyball haben wir hier in der Region wirklich einen Diamanten“, so Atteneder, die gemeinsam mit 120 freiwilligen Helfern für die Organisation sorgte – eine Herkulesaufgabe. „Die Burschen brauchen ja alle Riesenbetten (lacht). Die gibt es nur in Friedersbach, dort waren sie im Faulenzerhotel untergebracht. Allein für unsere Tourismusbetriebe war die Wertschöpfung wieder immens.“

Am Ende lief alles reibungslos ab, der Vorstand des ÖVV gab sich im Waldviertel die Ehre und war begeistert, so die Obfrau. „Wir wurden vom Verband gefragt, ob wir die Spiele ausrichten wollen, weil wir ein Vorzeigeverein sind und eine tolle Halle haben. Ich bin mehr als nur zufrieden, das war ein Riesenevent für die Region – ganz etwas Außergewöhnliches.“

„Als hätte unsere eigene Mannschaft gespielt“

Außergewöhnlich war auch der Zuschauerzuspruch, was nicht zuletzt die prall gefüllte Halle bewies. Schon im Vorverkauf gingen die Tickets weg wie die warmen Semmeln. Atteneder: „Das hat’s im Volleyball noch bei keiner Veranstaltung gegeben, ich war selbst verwundert. Auf Ö-Ticket sind vor dem Spiel über 400 Tickets weggegangen.“ Die Halle war „befüllt von hinten bis vorne. Es waren sogar auf den Seiten zusätzliche Tribünen aufgestellt, der VIP-Bereich war ausgelastet. Die Fans waren für mich sowieso das i-Tüpfelchen, sie haben die Mannschaft angefeuert, als hätte da unten unsere eigene gespielt.“