Erstes NÖ-Derby seit 2019: URW Waldviertel vs Amstetten

Nach über einem Jahr trifft URW Waldviertel wieder auf Amstetten. Vorfreude auf Derby ist groß. VCA stark, Favoritenrolle trotzdem klar bei URW.

Erstellt am 20. Januar 2021 | 02:05
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Gegen Ljubljana gab‘s für die Waldviertler (rechts im Bild:Rudinei Boff und Martin Weber (in rot)) in der MEVZA-Liga trotz starker Leistung nichts zu holen (1:3). Im AVL-Derby in Amstetten wollen die Nordmänner aber am Donnerstag voll punkten.
Foto: Franz Atteneder

Nach den Auftritten gegen die Top-Teams Ljubljana und Maribor in der MEVZA-Liga steigt für URW Waldviertel am Donnerstag das erste Spiel des Jahres in der Austrian Volley League. Gegner ist dabei nach längerer Pause wieder einmal Amstetten.

Wer sich über das bisher letzte Niederösterreich-Derby informieren will, der muss im Archiv schon ein schönes Stückchen zurückblättern. Am 21. Dezember 2019 matchten sich Waldviertel und Amstetten zum bis dato letzten Mal. Standesgemäß setzte sich der Favorit URW damals 3:0 durch.

Amstetten stark drauf

Danach folgten die Play-offs, in denen Amstetten und URW nicht mehr aufeinandertrafen. Und in der neuen Saison wurde die AVL ja geteilt, die Top-Teams Aich/Dob, Graz und Waldviertel waren für die Toprunde gesetzt, hatten im Herbst also keine Liga-Spiele, während Amstetten durch den Grunddurchgang musste.

Den gewannen die Amstettner souverän. Nicht zuletzt deshalb warnt Werner Hahn, das Derby nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: „Manche bezeichnen die Amstettner heuer schon als Überflieger. Sie sind derzeit sehr gut in Form, haben nicht umsonst den Grunddurchgang gewonnen. Dort spielen heuer viele Nationalteamspieler, die haben eine starke Truppe!“

URW trotzdem Favorit

In der Favoritenrolle sieht er aber freilich trotzdem seine Nordmänner. „Es wird schon eine Herausforderung, ein schweres Spiel. Ich denke, dass es generell ein Spiel auf hohem Niveau sein wird. Aber wir fahren natürlich nach Amstetten, um zu punkten. Das muss unser Anspruch sein“, stellt Hahn klar. „Wir freuen uns, endlich wieder ein Derby spielen zu können, wieder einmal in der Pölz-Halle spielen zu können. Dort wäre garantiert eine tolle Stimmung. Schade, dass keine Fans dabei sein dürfen…“

Dem „Publikumsmagneten“ trauert auch Amstettens Sportdirektor Michael Henschke nach. Aus sportlicher Sicht sieht er URW im Vorteil, hofft auf einen Punkt: „Die Spiele in der Toprunde, gegen die besten Teams sind ein Lernprozess für uns als Mannschaft, aber natürlich wollen wir auch unsere Gegner ärgern und hoffen, dass sie Punkte liegen lassen.“

Keine Zuschauer, aber Fernseh-Übertragung

Fans können übrigens trotzdem mitfiebern. Das Spiel wird am Donnerstag ab 20.15 Uhr auf ORF Sport plus live übertragen. Der ORF ist auch nächsten Dienstag beim AVL-Auswärtsspiel gegen Aich/Dob mit dabei. Beim MEVZA-Duell gegen Graz am Samstag (ab 19 Uhr) gibt‘s wieder einen Livestream via URW-Homepage.

Startschuss in die heiße Phase der Saison

Binnen sechs Tagen stehen ab Donnerstag also gleich drei Spiele auf dem Programm. Danach geht es mit in der Regel zwei Spielen pro Woche weiter bis zu den MEVZA-Final-Four Ende Februar. „Daher war das regenerative Wochenende nach den Spielen gegen Ljubljana und Mariobor ganz wichtig“, sagt Hahn. „Jetzt heißt‘s, in den Rhythmus kommen, damit wir dann beim MEVZA-Finale daheim top in Form sind.“