Ljubljana triumphierte, Waldviertel wird Dritter. Beim MEVZA-Final-Four-Turnier in Zwettl setzten sich die Slowenen im Finale gegen Zagreb durch. Waldviertel gewann das "kleine Finale".

Von Bernd Dangl. Erstellt am 05. März 2020 (20:58)
Siegerehrung des MEVZA-Finalturniers in Zwettl: Ljubljana siegte vor Zagreb, Waldviertel und Kamnik.
Franz Atteneder

Enthusiastische Stimmung herrschte am Finaltag des MEVZA Final-Four in der Zwettler Sporthalle. Nachdem sich Gastgeber URW Waldviertel am Mittwochabend im Halbfinale noch Ljubljana knapp mit 2:3 geschlagen geben musste, hatten die Nordmänner Donnerstagabend schließlich allen Grund zum Jubeln: Gegen Kamnik (Slowenien), das sich im Halbfinale Zagreb geschlagen geben mussten, lieferten die Waldviertler sehenswertes Volleyball ab. Kein Ball wurde aufgegeben, am Netz gnadenlos zugeschlagen. Immer wieder im Fokus stand Libero Leo Tille, der schier aussichtslos Bälle holte, sein Team im Rennen hielt. Nach und nach setzten sich die Hausherren ab, brachten Satz eins locker mit 25:18 ins Trockene. 

Mit vollem Risiko zum Erfolg

Die Szene des zweiten Durchgangs lieferte wohl Nathan Fullerton ab, als er einen Ball, der eigentlich schon gar nicht mehr zu holen war, per Hechtsprung über die Betreuerbank hinweg, ins Feld zurück katapultierte. Standing Ovations folgten, die Waldviertler spielten sich in einen echten Rausch, setzten sich 25:21 durch  - 2:0. 

Ausgeglichen verlief Satz Nummer drei. Kamnik gab sich keinesfalls vorzeitig geschlagen, verkürzte mit einem 25:23-Satzgewinn. Satz Nummer vier war an Spannung schlussendlich die Krönung. Die Führung wechselte mehrmals, der Satz musste in die Verlängerung. 29:27 lautete der Endstand - 3:1. Waldviertels Headcoach Zdenek Smejkal jubelte kurz, dachte aber bereits an die kommende Aufgabe, das AVL-Halbfinale gegen Graz: "Ich bin stolz auf die Jungs. Es war ein sehr wichtiger Sieg für uns, aber schon morgen beginnt bereits die Vorbereitung auf das Halbfinale gegen Graz. Die Motivation der Mannschaft war sehr gut, auch wenn es sehr schwer war, nach dem verlorenen Halbfinale."

Klare Sache im "großen Finale"

Nach dem dramatischen, aus heimischer Sicht erfolgreichen, "kleinen Finale", matchten sich schließlich Ljubljana und Zagreb um den MEVZA-Siegerpokal. Und hier ließen die Slowenen von Beginn weg überhaupt nichts anbrennen. Der Titelverteidiger unterstrich seine Vormachtstellung, holte Satz eins mit 25:14, den zweiten 25:18. Im dritten Satz hatte sich Zagreb besser auf den Favoriten eingestellt, schien eine Wende möglich - der Satz ging in die Verlängerung. Dort war aber erneut die Klasse und das Glück auf Seiten von Ljubljana. Das 26:24 bedeutete den 3:0-Endstand und eine riesige Jubeltraube in der Zwettler Stadthalle.