Nach Corona-Cluster: URW Waldviertel wieder zurück. Nach internem Corona-Cluster nahm die URW Waldviertel das Training auf. Dichtes Programm wartet.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 25. November 2020 (02:44)
Anweisungen. Trainer Zdenek Smejkal haben sich von Corona erholt und sind wieder bereit, um in der MEVZA um Siege zu kämpfen.
Franz Atteneder

Bei der URW Waldviertel herrscht wieder Zuversicht. Nachdem alle Spieler, die von Corona noch verschont geblieben waren, positiv getestet wurden (die NÖN berichtete, siehe unten), mussten ja die MEVZA-Heimspiele gegen Zagreb und Maribor (am kommenden Wochenende) abgesagt werden.

Mittlerweile sind aber wieder alle Akteure zurück in der Halle. Die letzten Quarantäne-Bescheide liefen diese Woche aus. „Ich hoffe, dass wir jetzt alles überstanden haben“, atmete Manager Werner Hahn durch.

Denn der Verein hatte in den vergangenen Tagen viel organisatorischen Stress, meisterte die Corona-Wucht, von der der Verein getroffen wurde, mit Bravour. „Die ersten Spieler haben bereits seit vorigen Donnerstag wieder trainiert. Alle, die aus der Quarantäne kommen, werden von unserem Teamarzt genau gecheckt. Zum Glück hatten bei uns alle nur milde Symptome“, berichtet Hahn.

Nun kann der komplette Fokus wieder auf das Training gelegt werden. Hier gäbe es nach dieser Zwangspause ohnehin Aufholbedarf. „Aber es trifft ja sowieso alle Vereine“, sieht Hahn deswegen jetzt keinen groben Nachteil.

Dichter Terminkalender

Ein Nachteil, der aber ebenso alle anderen Mannschaften trifft, ist das dichte Programm, das nun auf die Teams wartet. Die URW Waldviertel muss etwa noch die Auswärtsspiele bei Kamnik und Ljubljana nachholen, genauso die Heimspiele gegen Zagreb und Maribor. In den kommenden Tagen sollen diese Matches fix neu terminiert sein.

„Es sieht danach aus, dass wir dreimal pro Woche – etwa Mittwoch-Samstag-Mittwoch – spielen werden“, so Hahn. Die Terminkoordinierung obliegt Peter Hiemetzberger. „Es gibt kaum noch Puffer im Spielplan. Ich stehe in sehr engem Kontakt mit den Verantwortlichen der mitteleuropäischen Liga, um gemeinsam eine zufriedenstellende Lösung zu finden.“

Spitzensport als Privileg

Manager Werner Hahn freut sich, dass die Meisterschaft zeitnah fortgesetzt wird: „Positiv anzumerken ist, dass sich die meisten erkrankten Spieler der slowenischen Teams am Weg der Besserung befinden bzw. einige schon wieder gesund sind. Daher ist die Weiterführung des Spitzensports möglich und wir können uns noch auf eine spannende Meisterschaft sowohl in der MEVZA als auch in der Austrian Volley League freuen.“

Denn mittlerweile zeichnet sich eine Lösung ab, dass vermehrt Volleyball-Spiele im TV übertragen werden. „Ganz wichtig für unsere Sponsoren und für unseren Sport“, weiß Hahn. Er ist froh, dass es im Spitzensport weitergeht: „Wäre es wie im Breitensport aus, dann wäre das für den Profibereich düster.“