URW: Halbfinale ohne Fans, auch Austragung nicht fix. Das erste Halbfinalspiel der Waldviertler in Graz findet am Mittwoch sicher ohne Zuschauer statt, womöglich wird es auch komplett abgesagt.

Von Maximilian Köpf und Mathias Schuster. Erstellt am 10. März 2020 (15:22)
Franz Atteneder

Die am Dienstag verschärften Sicherheitsmaßnahmen gegen das neuartige Coronavirus haben nun auch die finale Phase der AVL-Saison erreicht. So wird das erste Halbfinalspiel zwischen URW Waldviertel und UVC Graz am Mittwochabend in der steirischen Hauptstadt sicher ohne Zuschauer stattfinden.

Auch eine komplette Absage des Halbfinal-Auftakts steht derzeit im Raum.

Waldviertler wollen wieder ins Finale

Noch wird aber am Zeitplan festgehalten, der bei wechselndem Heimrecht mindestens drei Spiele vorsieht (maximal fünf). Am Samstag ist das erste Spiel in Zwettl geplant. Wer im „Best of Five“-Modus zuerst drei Spiele gewinnt, zieht ins Finale ein.

Dieses Kunststück wollen die Waldviertler einmal mehr schaffen – zum dritten Mal in Serie. „Eine Riesenherausforderung, aber wir haben sie schon zweimal gemeistert, Graz letztes Jahr in drei Spielen geschlagen“, erinnert URW- Manager Werner Hahn. „Außerdem gehen wir mit viel Selbstvertrauen ins Halbfinale. Die Spieler haben im Final Four gesehen, was sie für eine Leistung abrufen können. Und wir sind körperlich wieder voll da.“

Grazer bejubelten Cup- Sieg gegen Aich/Dob

Doch auch die Grazer treten mit breiter Brust auf, krönten sich zuletzt gegen niemand Geringeren als Meister Aich/Dob zum österreichischen Cupsieger. „Graz ist die zweitgrößte Stadt Österreichs, eine Universitätsstadt mit ganz anderen Mitteln“, versucht Hahn die Kräfteverhältnisse einzuschätzen. „Aufgrund der Tabelle sehe ich sie leicht im Vorteil, weil sie dadurch im Halbfinale mehr Heimspiele haben.“ Die Steirer haben vor dem ersten Spiel zudem vier Tage länger Pause, was, so Hahn, aber kein Vorteil sein müsse. „Ich sehe es lieber so, dass wir im Matchrhythmus bleiben. Mit zwei so Megaspielen behalten die Spieler den Fokus, müssen sich aber gut regenerieren.“