URW Waldviertel: Kino-Abend statt Geisterspiel?. Waldviertel verlor zum MEVZA-Auftakt ohne Fans. Fürs nächste Heimspiel gibt‘s aber eine kuriose Idee.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 14. Oktober 2020 (02:34)
Da half aller Einsatz beim Block nichts. Maribor erwies sich zum MEVZA-Auftakt als unüberwindbare Hürde für die URW Waldviertel.
Franz Atteneder

Die Corona-Ampel im Bezirk Zwettl auf Orange, daher keine Fans zugelassen beim Saisonauftakt der Nordmänner in der Zwettler Sporthalle.

„Die Mannschaft hat sich immer wieder zurückgekämpft und guten Volleyballsport gezeigt.“Werner Hahn, Manager URW Waldviertel

Als stimmungsmäßige Anpeitscher mussten in der Halle diesmal die Wechselspieler herhalten. Dazu kam ein harter Brocken als Gegner in der ersten Runde der MEVZA: Maribor – und der fuhr mit einem glatten 3:0-Erfolg wieder nach Hause.

„Wir gingen mit sehr viel Respekt in dieses Spiel. Ab Satz zwei war es ein offener Schlagabtausch. Ich bin aber mit der Leistung der Mannschaft zufrieden. Sie hat sich immer wieder zurückgekämpft und guten Volleyballsport gezeigt“, resümiert Manager Werner Hahn.

Vor allem der körperliche Unterschied sei entscheidend gewesen: „Slowenien ist immerhin Vize-Europameister.“

Auswärtsspiel in Laibach

Bereits heute Mittwoch sind die „Nordmänner“ wieder im Einsatz – und zwar in Slowenien bei Tabellenführer Ljubljana, der nach zwei Spielen beim Punktemaximum hält. Die URW muss sich auf einen Hexenkessel einstellen, da dort Zuseher zugelassen sind. „Der nächste starke Gegner“, weiß Hahn.

Mittwochvormittag ging‘s nach Laibach. Es ist der Auftakt für eine intensive Phase. Denn am Samstag geht‘s zu Aich/Dob zum nächsten MEVZA-Spiel, ehe einen Tag später das ÖVV-Cupspiel in Hartberg am Programm steht. Jeweils vor Zusehern …

Fans zur Live-Übertragung im Kino?

Am 25. Oktober steht das nächste Heimspiel am Programm. Gegner ist erneut Ljubljana. Sind dann die Fans noch immer ausgesperrt, hätte der Verein zwei Asse im Ärmel. Entweder ein „Public Viewing“ am Parkplatz vor der Sporthalle, oder eine Live-Übertragung im Zwettler Kino.

Letztere Variante hätte Charme, wie Werner Hahn meint. „Wir prüfen gerade, ob das technisch umsetzbar ist.“ Denn im Gegensatz zur Halle wären Menschen im Kino erlaubt.

Probleme beim Europacup

Sorgen bereitet das Europacup-Hinspiel in Luzern, das am 4. November stattfindet. Aktuell müssen Österreicher bei einer Einreise in die Schweiz in eine zehntägige Quarantäne.

Nun arbeitet der Verein mit Hochdruck daran, dass der „Profi-Status“ der Spieler offiziell bestätigt wird. Denn nur dann würden sich die Spieler diese Quarantäne ersparen.

„Nordmann-TV“ als neues Angebot

Im vorwöchigen NÖN-Gespräch kündigte Manager Werner Hahn bereits ein verstärktes Service-Angebot auf verschiedenen Kanälen für die Fans an, kurz danach folgte auch schon die Premiere.

Er selbst sowie sein derzeit verletzter Sohn Christopher waren beim „Live Talk“ im „Nordmann-TV“ bei Moderator Tobias Rudig zu sehen. Ab sofort gibt‘s jeden Mittwoch eine neue Ausgabe dieses Formats.