URW Waldviertel setzt ersten Schritt zu Bronze. Die Waldviertler Volleyballer feierten zum Auftakt in die Spiele um Platz drei einen klaren 3:0-Heimsieg über Amstetten und haben damit eine Hand schon auf der Bronzemedaille.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 15. April 2021 (15:18)
Usercontent, Fritz Schiller

Ein 3:0 wünschte sich URW-Waldviertel-Obmann Peter Kirchmayr zum Auftakt in die Spiele um Platz drei gegen Amstetten von "seinen" Nordmännern. Und die lieferten ab. Mit hohem Servicedruck ließen sie in der Zwettler Stadthallte die Mostviertler nie wirklich ins Spiel kommen, feierten einen klaren 3:0-Sieg und können sich schon am Samstag im Rückspiel in der Johann-Pölz-Halle die Bronze-Medaille der AVL umhängen.

URW immer vorne weg

Amstetten servierte mit vollem Risiko, setzte Waldviertel früh im Match mit zwei Assen durch den ungarischen Nationalteam-Captain Peter Blazsovics unter Druck, doch die Hausherren, bei denen der am Sprunggelenk verletzte Pavel Bartos nach der längeren Matchpause wieder von Beginn an auf dem Platz stand, ließen sich davon nicht beeindrucken. Sie lagen immer recht komfortabel in Führung, ließen die nicht aufsteckenden Mostviertler nicht näherkommen. Mit zwei Blockpunkten in Serie brachte Evangelos Vaiopoulos den ersten Satz für URW ins Trockene. 

Die Nordmänner hatten vor allem den AVL-Topscorer, den zwei Meter großen peruanischen Volleyballstar und Diagonalangreifer Eduardo Romay, über weite Strecken gut im Griff, und so war es dessen Gegenüber im direkten Duell, Daan Streutker, welcher mehr der wichtigen Bälle auf den Boden brachte. Waldviertel spielte nicht überragend, aber jederzeit ungefährdet und holte den zweiten Satz mit 25:21.

Letztes Aufbäumen von Amstetten

Der neue VCA-Trainer Andrej Urnaut, ehemaliger Headcoach von ACH Ljubljana und MEVZA-Gewinner, motivierte seine Mannschaft noch einmal für den dritten Satz und so hielten die Gäste diesen über weite Strecken offen. Die neue Handschrift, des erst seit kurzem im Mostviertel wirkenden Slowenen, zeigte sich in einem variantenreichen Angriffsspiel und gekonnter Wechseltaktik insbesondere zur Blockverstärkung und beim Service. Doch trotz allem, waren die Unterschiede in diesem ersten kleinen Finale zu groß. 

Die Nordmänner gingen hohes Risiko am Service - so kamen zu einigen unerzwungenen Servicefehlern auch vier Asse. Angeführt von MVP Marek Sulc war das Angriffsspiel der Waldviertler überzeugender als jenes der Gäste. URW-Trainer Zdenek Smejkal rotierte dabei auf allen Positionen durch und vertraute auch in der heißen Phase des dritten Satzes den Bankspielern, sodass der gesamte Kader der Nordmänner sein Können aufzeigen konnte. Die Waldviertler verwalteten ihren knappen Vorsprung jederzeit souverän und holten auch den dritten Satz mit 25:21 nach Zwettl.

Damit haben die Waldviertler bereits eine Hand an der Bronzemedaille. Im zweiten Spiel können sie in Amstetten am Samstag (19 Uhr) bereits alles klar machen.

Stimmen zum Spiel:

Zdenek Smejkal, URW-Trainer: „Es war ein sehr wichtiger Sieg heute. Die Konzentration liegt aber schon am nächsten Spiel. Wir müssen mit gleicher Konzentration beginnen, denn VCA wird zu Hause sicher mehr Gas geben.“

Marek Sulc, URW-MVP: Ich bin froh, dass wir heute gewonnen haben, denn nach dem Verlust des Halbfinales ist es schwer die Motivation zu finden. Das ganze Match waren wir einfach besser und hatten es stets unter Kontrolle.“

Andrej Urnaut, VCA-Trainer: "URW war einfach am Service und im Angriff viel stärker. Sie haben verdient gewonnen.“

Peter Blazsovics, VCA-MVP: "Es war ein nicht so schlechtes Spiel, URW war aber in der besseren Verfassung. Wir machten am Service und in der Defense zu viele Fehler, fokussieren uns nun aber auf das Heimspiel, in dem wir besser spielen werden.“