Erstellt am 07. November 2018, 05:01

von Mathias Schuster

Beim Tabellenführer gelang die Sensation. Riesenerfolg für Waldviertels Volleyballer. Die Truppe von Zdenek Smejkal zwang den ungarischen Leader in die Knie.

Kapitän Rudinei Boff (Nummer neun) war beim Sieg gegen Kazincbarcika eine der prägenden Figuren im Spiel der Waldviertler Riesentöter.  |  URW

KAMNIK - WALDVIERTEL 3:1. In Slowenien gab es für die Waldviertler zunächst noch wenig zu holen. „Wir haben schon stark gespielt, aber am Schluss die Punkte nicht gemacht. Da waren wir noch zu wenig abgebrüht“, erklärt URW-Manager Werner Hahn.

Zwar holten sich die Waldviertler den ersten Satz gegen Kamnik mit 25:22, doch die Slowenen glichen mit einem deutlichen 25:20 im zweiten Abschnitt aus. Im spannenden dritten Satz gingen die Gäste zu Beginn sogar in Führung, ehe Kamnik einmal mehr aufdrehte und sich mit 26:24 durchsetzte. Im letzten Durchgang gab es kein Aufbäumen mehr, Kamnik holte sich mit 25:19 den Sieg.

KAZINCBARCIKA - WALDVIERTEL 1:3. Die Sensation gelang der Smejkal-Truppe im zweiten Auswärtsspiel gegen den Tabellenführer der MEVZA, die Topmannschaft Kazincbarcika. Geschätzte 1.500 Zuschauer verfolgten das TV-Livespiel in Ungarn. „Die Stimmung war unglaublich, wie in einem Fußballstadion. Das sind Fanatiker“, kam Hahn nicht aus dem Staunen heraus. „Umso mächtiger ist es für uns, diesen Platz als Sieger zu verlassen. Wir haben gezeigt, dass jeder jeden schlagen kann.“

Schon im ersten Abschnitt führten die Waldviertler lange Zeit, erst am Schluss holten sich die Ungarn den Satzgewinn (25:23). „Ein Fehler hat schon gereicht“, so Hahn.

Im zweiten Satz drehten die Gäste den Spieß um und zogen am Schluss davon (25:21).

Mit ordentlich Selbstvertrauen zog man im dritten Satz davon und brachte den Vorsprung diesmal über die Runden (25:22). „Die Ungarn haben zwar aufgeholt, aber wir haben am Service volles Risiko genommen. Nur so kann man dann gut blocken und verteidigen“, weiß Hahn.

Der letzte Satz wurde zur klaren Angelegenheit für die Waldviertler, die sich von Anfang bis Ende einen Fünf-Punkt-Vorsprung erspielten (25:20) und damit den Überraschungssieg fixierten.

Man habe „noch nie so ein cooles Match gespielt“, meinte der Nordmänner-Kapitän Rudinei Boff nach dem Spiel. „Die Halle war total ausverkauft. Einfach ein geiles Erlebnis.“