41 Projekte beim Gestaltungsbeirat in St. Pölten

Bereits 15 Mal tagte das Gremium in St. Pölten. Alleine für das Bauprojekt am Leiner-Areal gab es drei Sondersitzungen.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 04:08
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Stadtplaner Jens de Buck zog eine Zwischenbilanz mit den Mitgliedern des Gestaltungsbeirats Friedmund Hueber, Olivia Schimek-Hickisch und Ernst Beneder.
Foto: Steiner

Spät, aber nicht zu spät habe auch St. Pölten seinen Gestaltungsbeirat bekommen, erklärte Stadtplaner Jens de Buck. Dem „Rückstau“ sei es zu verdanken, dass der im Jänner erstmals einberufene Beirat gleich wesentlich mehr zu tun hatte. 41 Projekte hat der Beirat in 15 Sitzungen bearbeitet, geplant gewesen wäre eigentlich nur eine Sitzung im Quartal. 20 Projekte mussten erneut vorgelegt werden.

Erwartungsgemäß am intensivsten beschäftigt hat die Experten das Großprojekt am Rathausplatz. Drei Sondersitzungen gab es für die „Rossmarkthöfe“. Das Projekt am Leiner-Areal habe man bereits in einem gewissen Stadium übernommen, erklärt Friedmund Hueber. Wichtig sei gewesen, hier Wohnbevölkerung zu erhalten und einen Nutzungsmix zu entwickeln. Für die notwendige Verdichtung sei auch die Bauklasse ab manchen Stellen erhöht worden.

Modifiziert worden seien etwa noch die Längsräume, so könne man jetzt durchgehen entlang des denkmalgeschützten Hauses und durch Grünräume zum Rossmarkt. Geachtet wurde ebenso darauf, dass dort keine 08/15-Passage entsteht. Bestattung und altes Leiner-Haus sind auf Wunsch des Denkmalamts eigene Parzellen. Über die Fassaden werde auch bei der aktuellen Sitzung wieder gesprochen.

Es komme nicht nur ein Haus, sondern ein Stadtteil hinzu, meinte Ernst Beneder. „Das bietet auch Chancen, die Stadt zu verbessern.“

„Ziel ist es immer, gemeinsam eine gute Lösung zu finden“, betonte Olivia Schimek-Hickisch. Als Fachleute mitten in der Profession kenne man auch die Gegenseite.

Insgesamt gehe es um Qualität und nicht Quantität, betonte Bürgermeister Matthias Stadler. Einiges an Aufklärungsarbeit gebe es noch zu leisten, auch in der politischen Diskussion. „Auch dass das Schutzzonengremium und der Gestaltungsbeirat zwei unterschiedliche Gremien sind“, so Stadler.