35 Millionen Euro für Karmeliterhof-Projekt. Entwickler kaufen Innenstadt-Areal und planen hier einen Wohn-Komplex mit Geschäften. Baubeginn ist frühestens 2016.

Von Mario Kern. Erstellt am 07. Juli 2014 (07:27)
NOEN, Kern
Wallner-Areal (im Bild), Karmeliterhof- und Löwenhofparkplatz werden zusammengeführt. Frühestens 2016 erfolgt der Baubeginn für das Projekt, das in abgeänderter Form bereits 2010 auf dem Papier existierte.
Der Verkauf des Karmeliterhof-Grundstücks, des Wallner-Areals, der „Leiner-Halle“ und des Löwenhof-Parkplatzes (die NÖN berichtete) steht kurz vor dem Abschluss: Die gut 6.500 Quadratmeter große Fläche wird von der Stadt – nach dem vorwöchigen Gemeinderatsbeschluss – um rund eine Million Euro an die „Karmeliterhof Projektentwicklungs GmbH“ von Peter Lengersdorff und Michael Rieder verkauft.

Die beiden Immobilienentwickler haben bereits seit 2010 ein Projekt für die Verwertung des Areals im Köcher. Ursprünglich war ein Einkaufszentrum geplant, aufgrund der EKZ-Studie der Stadt haben sich die Entwickler entschlossen, das Projekt neu aufzustellen: Auf 4.000 von insgesamt rund 12.000 Quadratmetern Bruttogeschoßfläche werden Wohnungen errichtet. „Für den Rest haben wir eine gemischte Nutzung vorgesehen“, informiert Michael Rieder. Mit zwei Einkaufsmärkten und anderen Interessenten sei man bereits in Verhandlung. „Bürgermeister Stadler wünscht sich einen Hofer-Markt, diesbezüglich gibt es ebenfalls erste Gespräche.“

„Bis zum Spatenstich kann es noch dauern, wir tun aber unser Möglichstes, einen Baubeginn rasch herbeizuführen“ Michael Rieder

Um geschätzte 35 bis 37 Millionen Euro soll das Projekt verwirklicht werden. „Im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten werden möglichst viele öffentliche Stellplätze errichtet“, so Michael Rieder. Warum sich der Verkauf so lange hinausgezögert hat – bereits 2010 hat der Gemeinderat ein Verkaufsangebot beschlossen –, begründet Baudirektor Kurt Rameis mit dem „recht intensiven Abstimmungsvorgang zwischen der Stadt und den Kaufinteressenten“.

Seit gut einer Woche laufen die zur Abwicklung erforderlichen Maßnahmen wieder. Die Grundstücke werden im nächsten Schritt zusammengeführt. „Die Vermessung und die nötige Anrainerverhandlung haben bereits stattgefunden“, so Rieder. In spätestens einem bis eineinhalb Jahren soll das Projekt eingereicht werden.

Auf der Agenda der Projektentwickler stehen außerdem noch der Bodendenkmalschutz und, falls notwendig, eine mögliche Änderung der Widmung und Bebauungsbestimmung. „Bis zum Spatenstich kann es vor diesem Hintergrund noch dauern, wir tun aber unser Möglichstes, einen Baubeginn rasch herbeizuführen“, meint Immobilien-Entwickler Michael Rieder. Nach jahrelangen Gesprächen und Nachverhandlungen sei man nun aber guter Dinge und voller Elan, das Bau-Projekt umzusetzen.