Region St. Pölten: Warten auf PCR-Tests, Unsicherheit in Betrieben

Antigen-Tests als Nachweis laufen aus. Einen PCR-Test zu bekommen, ist derzeit aber noch eine große Herausforderung.

Erstellt am 10. November 2021 | 05:27
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Im PVZ St. Pölten muss man aktuell mit einer Wartezeit von zwei Wochen rechnen, wenn man einen PCR-Test haben möchte.
Foto: PVZ/Julia Marouschek

1.415 positive Corona-Fälle gibt es aktuell im Bezirk St. Pölten und insgesamt 1.872 Absonderungen. „Es ist massiv, jeden Tag kommen über 100 Fälle dazu“, sagt Bezirkshauptmann Josef Kronister. Die neuen Bestimmungen werden streng kontrolliert, es gebe diesmal auch keine Abmahnungen, sondern es wird „ohne Wenn und Aber“ angezeigt.

„Bisher haben wir in unserem Betrieb immer strengere Maßnahmen als vorgeschrieben angewandt, die die Mitarbeiter dankenswerterweise sehr konsequent mitgetragen haben.“Frank van der Heijden und Reinhard Grießler, Geschäftsführer von Egger Getränke

Die Zahlen im Bezirk steigen, 3G am Arbeitsplatz soll diese wieder eindämmen. Die ab 15. November geforderten PCR-Tests sind schwer zu beschaffen, wie zahlreiche Anrufe in der Redaktion zeigen. Das bestätigt auch der PVZ-Allgemeinmediziner Rafael Pichler: „Die Nachfrage ist enorm. Wir sind bereits für über zwei Wochen ausgebucht.“

Rund 1.500 PCR-Tests können dort pro Woche durchgeführt werden. Es gebe sogar Anfragen von Firmen, die eine betriebsinterne Lösung für die PCR-Tests finden wollen. Eine solche Lösung hat die Firma Egger auch gefunden. Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich vor Ort im Betrieb kostenlos einem PCR-Test zu unterziehen. Darüber hinaus werden kostenlose Antigen-Tests und FFP2-Masken unter den Mitarbeitenden verteilt.

„Bisher haben wir in unserem Betrieb immer strengere Maßnahmen als vorgeschrieben angewandt, die die Mitarbeiter dankenswerterweise sehr konsequent mitgetragen haben. So sind wir auch jetzt davon überzeugt, dass unsere Mitarbeiter die neuen Regeln gewissenhaft befolgen werden“, so Frank van der Heijden und Reinhard Grießler, Geschäftsführer von Egger Getränke.

Über eine hohe Impfquote bei den Sparkasse-Mitarbeitern freut sich Thomas Zauchinger vom Krisenstab. In der Einführung von PCR-Tests als Notwendigkeit sieht er jedoch eine Herausforderung: „Das Angebot muss massiv ausgebaut werden. Erst wenn die Tests flächendeckend verfügbar sind, ist das machbar.“

XXXLutz richtete eigene Teststraße ein

Auch bei der Raiffeisenbank Region St. Pölten ist ein Großteil der Mitarbeiter geimpft. „Dies gestaltet auch den Arbeitsaufwand der laufenden Testkontrolle der intern Ungeimpften für uns wesentlich einfacher“, berichtet Marketing-Experte Peter Krall, der auch betont, dass die Gesundheit der Kunden und der Mitarbeiter im Vordergrund stehe.

Die Mitarbeiter des Magistrats müssen ohne Nachweis durchgehend ihre Maske tragen. Die Durchimpfungsrate sei aber sehr hoch. Wenn kein 2G-Nachweis erbracht wird, muss ein PCR-Test vorgelegt werden. „Die Kontrollen werden stichprobenartig von den Abteilungs- beziehungsweise Referatsleitern durchgeführt“, heißt es aus der Magistratsdirektion.

Bei XXXLutz in St. Pölten wurde für die Mitarbeiter eine eigene Teststraße eingerichtet. Täglich werden dort Tests durchgeführt. „Das betrifft bei uns rund 20 Prozent der Mitarbeiter, die nicht geimpft sind“, berichtet Geschäftsführer Martin Lackner. Wie es allerdings laufen wird, wenn PCR-Tests als Nachweis zu bringen sind, weiß er derzeit noch nicht. „Ich gehe davon aus, dass sich die Politik noch eine Lösung dafür überlegen wird. Wir wurden bisher wenig informiert“, so Lackner.

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