Reise von der Roulade zum Ramen mit Huhn. 1975 startete Küche in St. Pölten mit Verpflegung für Betriebe. Seither hat sich kulinarisch so einiges entwickelt.

Von Max Steiner. Erstellt am 25. September 2020 (03:46)
Ein Blick in die Gourmet-Küche 1975. In 45 Jahren hat sich beim Mittagessen viel geändert, das zeigt auch das Unternehmen zur Feier des Jubiläums mit einer kulinarischen Zeitreise.
Gourmet

Rindsroulade, Gulasch oder Spaghetti Bolognese – österreichische Klassiker und Italienisches sind die Dauerbrenner. In den 45 Jahren, seit Gourmet mit 17 Köchen in einer kleinen St. Pöltner Frischeküche begann, für umliegende Firmen zu kochen, ist aber vieles auf den Tisch gekommen. „Mit unserem flexiblen À-la-carte-System war es plötzlich auch für Unternehmen ohne eigene Kantine möglich, ihre Mitarbeiter täglich mit einer warmen Mahlzeit zu versorgen“, beschreibt Gourmet-Geschäftsführer Herbert Fuchs die Anfänge 1975. Schon bald sei es gelungen, sich mit tiefgekühlten Produkten einen Namen zu machen. Spar in St. Pölten, Constantia Teich in Weinburg oder Agrana in Pischelsdorf tischen Gourmet-Essen auf.

Die Entwicklungen bei Gourmet zeigen den kulinarischen Wandel in mehr als vier Jahrzehnten. In den 1980ern lernten die Kunden die Küche anderer Länder kennen. In den 90ern baute Gourmet sein ernährungswissenschaftliches Know-how aus, führte eine „Fit mit Genuss“-Linie und Kalorienangaben ein. Seit 1997 wird Gourmet Bio-zertifiziert. Die 2000er bringen neben mehr Bio-Speisen den bis heute ungebrochenen Trend zu asiatischen Gerichten, die Nachfrage nach vegetarischen Speisen steigt. Das Essen wird individueller – von vegan bis XXL. In den vergangenen zehn Jahren wird der Genuss dann nachhaltiger – klimafreundliche, regionale und saisonale Zutaten sind gefragt.

100.000 Portionen aus St. Pöltner Küche

In NÖ hat Gourmet heute als Partner etwa 40 Lieferanten wie die Bäckerei Hager, Nemetz-Fleisch, Berger Fleischwaren und Getreide Gutscher, Kotany oder die NÖM. 150.000 Kilo Mehl, 900.000 Kilo Gemüse und je 200.000 Kilo Rind- und Schweinefleisch aus Österreich werden pro Jahr verarbeitet. 100.000 Portionen pro Tag verlassen täglich die St. Pöltner Küche. 326 Mitarbeiter gibt es am Standort. 1.500 Mitarbeiter insgesamt versorgen Firmen, Spitäler, Heime und Haushalte.