1.000 Euro für Aufsperrdienst. Polizei warnt vor Betrügern, die mit Billigpreisen locken und dann Unsummen verlangen. Seriöse Anbieter haben Gütesiegel.

Von Thomas Werth. Erstellt am 20. September 2018 (05:55)
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shutterstock.com/evkaz
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Fällt die Tür ins Schloss und der Schlüssel ist dahinter, ist der Ärger groß. Damit wenigstens der finanzielle Schaden gering bleibt, wird meist der vermeintlich günstigste Aufsperrdienst kontaktiert. Ab fünf Euro sei dies in St. Pölten möglich, versprechen Anzeigen bei Internet-Suchmaschinen.

"Schwarze Schafe" verlangen  bis zu 1.000 Euro für eine Türöffnung

Die Realität sieht dann leider anders aus, was aktuell wieder häufiger zu Anzeigen bei der Polizei führt. „,Schwarze Schafe‘ verlangen dann bis zu 1.000 Euro für eine Türöffnung. Und kaputt machen sie die Türe meist auch noch“, warnt die Exekutive. Akzeptiert wird nur Bargeld. Wer nicht bezahlt, wird laut Polizei unter Druck gesetzt. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, die Spur führt meist in das EU-Ausland.

Mit Geschädigten zu tun hat auch Andrea Bruckner von „epra Sicherheitstechnik“, die in St. Pölten einen Aufsperrdienst betreibt. „Sie fragen nach, wie viel es bei uns gekostet hätte.“ Damit man in der Not nicht auf dubiose Anbieter hereinfällt, rät Bruckner dazu, nicht erst im Notfall einen seriösen Aufsperrdienst zu suchen und schon vorher dessen Nummer in das Handy einzuspeichern. Erkennbar sind sie durch das „Gütesiegel Aufsperrer“ der Bundesinnung der Metalltechniker. „Außerdem geben wir schon bei telefonischer Anfrage eine möglichst genaue Preis-Auskunft“, so Bruckner.