Autismuszentrum in St. Pölten eröffnet im Frühjahr. In ein paar Wochen soll der Umzug erfolgen. Derzeit ist Institution auch auf Spendengelder angewiesen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 09. Dezember 2019 (16:16)
Norbert Barabas von der noba Gruppe unterstützt Sonja Gobara, Leiterin des Ambulatoriums Sonnenschein.
Gruber-Dorninger

Das Ambulatoirum Sonnenschein hat bald sein lang ersehntes eigenes Autismuszentrum. Am Eisberg, gleich gegenüber vom Stammgebäude werden die letzten Arbeiten erledigt. In wenigen Wochen ist der Bau bezugsfertig, im Februar soll die offizielle Eröffnung sein.

Seit 1995 kümmert sich das Ambulatorium um Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen. 2015 erfolgte der Umzug auf den Eisberg und zusätzlich die Gründung des Autismuszentrums im selben Gebäude. Der Platz im Zentrum war schnell knapp. „Wir haben eine sehr lange Warteliste. Durch die Erweiterung haben wir dann endlich genug Platz für das einzige Kompetenzzentrum für Kinder mit Autismus in ganz Österreich“, erklärt die Leiterin Sonja Gobara. Eltern von Kindern mit chronischen Erkrankungen oder Entwicklungsstörungen erhalten eine autismusspezifische Diagnostik und intensive Therapien kostenlos. Das Thema gehe viele an, denn etwa ein Prozent der Bevölkerung sei von einer Autismus-Diagnose betroffen.

Bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes war es ein langer Weg mit einigen Verzögerungen, die auch dem Verein viel Geld gekostet haben. „Die Baufirmen sind derzeit ausgelastet und daher sind auch die Preise gestiegen. Es ist eine Finanzlücke entstanden, die wir jetzt durch Spendengelder füllen wollen“, berichtet Gobara. Bisher wäre es ohne größere Spendenaufforderungen gegangen, doch die Situation zwinge zu solchen Mitteln.