Besondere Ehre für St. Pöltner Kinderärztin. Manuela Baumgartner, Gründerin und erste ärztliche Leiterin des Ambulatoriums Sonnenschein, wurde Medizinalrätin.

Von Beate Steiner. Erstellt am 18. Juli 2019 (03:32)
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Ärztin Manuela Baumgartner mit dem oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer, der ihr die Urkunde zur Ernennung als Medizinalrätin überreichte.

„Ich hab‘ mich zuerst erkundigt, ob die Ernennung zur Medizinalrätin nicht eine Alterserscheinung ist“, lacht Manuela Baumgartner. Ist es nicht, nur herausragende Vertreterinnen ihres Berufes mit besonderen Verdiensten um die Republik Österreich werden mit diesem Titel ausgezeichnet. Und die Verdienste der Kinderärztin sind vielfältig, wovon sie sich bei der Verleihung überzeugen ließ.

„Ich hab‘ mich zuerst erkundigt, ob die Ernennung zur Medizinalrätin nicht eine Alterserscheinung ist“

Manuela Baumgartner, gebürtige St. Pöltnerin und Schwester von Hotelier Leo Graf, ist ausgewiesene Spezialistin für Entwicklungsneurologie und Neuropädiatrie, einem Fachgebiet, das sich mit Nervenkrankheiten bei Kindern beschäftigt. Sie leitet seit 15 Jahren diese Ambulanz am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz.

Einer ihrer besonderen Verdienste ist der Aufbau des Ambulatoriums Sonnenschein in St. Pölten, dessen ärztliche Leiterin sie bis 2007 war: „Ich war von der Stunde Null an dabei und habe das Ambulatorium in seiner Vollblüte übergeben.“ Die Ärztin und vierfache Mutter organisiert auch seit 15 Jahren Ferienwochen für Eltern mit behinderten Kindern, manchmal mit finanzieller Unterstützung aus ihrer Heimatstadt.

„Ich war von der Stunde Null an dabei und habe das Ambulatorium in seiner Vollblüte übergeben.“

Manuela Baumgartner hat weiters vor Kurzem eine App mit einem entwicklungsdiagnostischen Leitfaden für die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen entwickelt und ist die einzige österreichische Vertreterin in der Gesellschaft für Neuropädiatrie, die in Deutschland, der Schweiz und Österreich agiert.